München - Das Debüt von Karsten Baumann als Cheftrainer von Erzgebirge Aue steht am Samstag im Blickpunkt. Ausgerechnet beim Ost-Derby gegen Energie Cottbus wird der ehemalige Kölner Profi zum ersten Mal auf der Trainerbank der Sachsen Platz nehmen.

Um die Tabellenspitze geht es im anderen Spiel: Bei einem Heimsieg von Greuther Fürth gegen Bochum wären die Franken zumindest bis zum Sonntag neuer Tabellenführer (Spiele ab 12:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Greuther Fürth liegt dem 23. Spieltag mit 44 Punkten auf Rang drei und kann mit einem Sieg vorübergehend die Spitze erober. Trainer Mike Büskens warnt allerdings: "Bochum ist nach der Winterpause gut aus den Startlöchern gekommen. Das ist eine richtig gute und stabile Mannschaft mit viel individueller Klasse." Dennoch: Die SpVgg ist das heimstärkste Team der Liga und stellt mit nur 18 Gegentoren auch die beste Defensive. Büskens kann wieder auf Mergim Mavraj setzen, der nach abgesessener Gelb-Sperre gegen seinen ehemaligen Verein zurück in die Start-Elf kommt. Verzichten muss der Coach weiterhin auf die verletzten Christopher Nöthe und Sebastian Tyrala.

Aufgrund von Verletzungssorgen ist Bochums Cheftrainer Andreas Bergmann gezwungen, einige Veränderungen vorzunehmen. Auch ein Systemwechsel ist nicht ausgeschlossen. Sorgenfalten bereiteten dem Coach die Blessuren von Kapitän Christoph Dabrowski und Mimoun Azaouagh, die sich die beiden in der Partie gegen Union Berlin zugezogen hatten. "Für sie wird es eng", so Bergmann. Immerhin kehrt Paul Freier nach Gelb-Rot-Sperre aus dem St.-Pauli-Match zurück in den Kader.

Auch ein Startelf-Debüt von Michael Delura zog Bergmann in Erwägung, betonte aber gleichzeitig, dass "er nach der langen Verletzungspause, nicht überdrehen darf, damit wir noch lange Spaß an ihm haben". Neben Änderungen personeller Art deutete der Coach auch Überlegungen an, statt mit einer Raute im Mittelfeld mit einer Doppel-Sechs vor der Vierer-Abwehrkette zu operieren.



Schiedsrichteransetzungen

Vor dem Derby gegen den FC Erzgebirge Aue hat Cottbus-Trainer Rudi Bommer die Qual der Wahl: Zum Training am Donnerstag war die Mannschaft des FC Energie fast vollzählig angetreten. Bis auf die beiden Langzeitverletzten Markus Brzenska und Christopher Schorch, den angeschlagenen Alexander Ludwig und den im Aufbautraining befindlichen Clemens Fandrich waren alle Mann an Deck.

"Beim Zweikampfverhalten hatten wir zuletzt Defizite. Ich kann und will den Jungs nicht das Fußballspielen verbieten. Das geht aber nur aus dem gewonnenen Zweikampf heraus", so Bommer und spricht dann auch gleich den zweiten Schwerpunkt an: "In Karlsruhe hatten wir acht Szenen, in denen wir ein Tor erzielen können. Das ist viel, zumal auswärts. Nun gilt es, diese Möglichkeiten konzentriert und konsequent zu nutzen." Zudem müssen in der eigenen Abwehr die Räume enger gemacht werden, fordert der Coach.

Beim FC Erzgebirge Aue feiert Carsten Baumann seinen Einstand als Cheftrainer. Nachdem Rico Schmitt nach dem 1:1 gegen Braunschweig entlassen wurde, darf sich der ehemalige Kölner Profi als "Retter" versuchen. Vor seinem Debüt freut sich Baumann über die Leistungsbereitschaft seiner neuen Schützlinge. "Die Spieler haben im Training alle mitgezogen. Aber ich glaube, dass es normal ist, wenn ein neuer Trainer kommt. Dann will jeder zeigen, was er kann."

Baumann kennt als ehemaliger Erfurt-Trainer die Bedeutung der Ost-Derbys. Er verweist dauaf, dass auch der FC Energie unter Druck steht: "Es gibt sicherlich einige Parallelen im Saisonverlauf zwischen Aue und Cottbus. Die Cottbusser sind auch nicht so zufrieden mit ihrer Platzierung. Verzichten muss Baumann auf Kevin Schlitte, der nach seiner zehnten Gelben Karte gesperrt ist und Halil Savran (Mittelhandfraktur). Fraglich ist der Einsatz von Kevin Hochscheidt, dem eine Fußprellung zu schaffen macht.



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