Zusammenfassung

  • Die 2. Bundesliga-Saison startet am Wochenende

  • Es gibt viele neue Gesichter, Hoffnungsträger und Neuzugänge

  • bundesliga.de stellt fünf neue, interessante Spieler vor

Köln - Es ist soweit, am Freitagabend startet die neue Saison der 2. Bundesliga. Der VfL Bochum und der FC St. Pauli bestreiten das Eröffnungsspiel. Die Liga ist so ausgeglichen wie lange nicht mehr. Wie zu jeder neuen Saison gibt es auch viele neue Gesichter bei den 18 Vereinen. bundesliga.de stellt fünf neue, interessante Spieler vor, die sich durchaus in den Vordergrund spielen könnten.

Jamie Maclaren (SV Darmstadt 98)

Der Mann hat zweifelsohne Talent. Darmstadts australischer Neuzugang Jamie Maclaren kann schon auf einige Erfolge verweisen. In der vergangenen Saison war der 23-Jährige bester Torschütze in der australischen A-League. Er traf 19 Mal für seinen Club Brisbane Roar. Dort spielten auch die Deutschen Besart Berisha und Thomas Broich. Der ehemalige Kölner und Gladbacher Broich stellte den Kontakt zum SV Darmstadt her und legte Trainer Torsten Frings seinen Mitspieler wärmstens ans Herz. Und die "Lilien" fackelten nicht lange und nahmen Maclaren langfristig bis Juni 2020 unter Vertrag. Insgesamt erzielte der schnelle Maclaren in der A-League in 87 Spielen satte 47 Treffer (0,54 Tore pro Spiel). Ist sogar aktueller Nationalspieler bei den "Socceroos" und stand im Kader beim Confederations Cup in Russland. "Jamie ist ein spielstarker Stürmer, der zudem enorm gefährlich im gegnerischen Strafraum ist", lobte Darmstadt-Trainer Torsten Frings seinen Neuzugang: "Wir sind sehr glücklich, dass wir uns gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen und ihn für uns gewinnen konnten."

Andraz Sporar (DSC Arminia Bielefeld)

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Andraz Sporar war in letzter Zeit vom Pech verfolgt. Der talentierte, 23-jährige Slowene wechselte im vorvergangenen Winter von NK Olimpija Ljubljana zum Schweizer Serienmeister FC Basel und unterschrieb beim FCB langfristig bis 2020. Doch der in Ljubljana geboren Sporar zog sich unter anderem einen schweren Sehenanriss zu und musste lange pausieren. Über eine Jokerrolle kam er bei den Schweizern zuletzt nicht hinaus. Dennoch fiel Arminias Trainer Jeff Saibene Sporar ins Auge, als der noch Coach beim FC Thur war. Jetzt klappte es mit einer Zusammenarbeit. Die Arminia hat den Slowenen bis Ende der Saison ausgeliehen. Torjäger-Qualitäten hat er auf jeden Fall, denn in der slowenischen Liga schoss er für seinen Club NK Olimpija Ljubljana 108 Spielen immerhin 50 Tore.

Lukas Spalvis (1. FC Kaiserslautern)

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Mit dem deutschen Fußball kam Lukas Spalvis schon früh in Kontakt. Als kleiner Junge ließ sich seine Familie in der Nahe von Basel nieder. Spalvis spielte dann unter anderem auch in der Jugend des SC Freiburg. Doch im Breisgau gelang ihm der Durchbruch noch nicht, er wechselte in die A-Jugend des dänischen Erstligisten Aalborg BK. Im ersten Profijahr holte er gleich das Double mit dem Club. Zu Beginn der vergangenen Saison wechselte er dann zu Sporting Lissabon. Doch er verletzte sich dort und schaffte nicht den Durchbruch. So griff nun der 1. FC Kaiserslautern zu. Der wuchtige, 22-jährige Mittelstürmer ist Nationalspieler seines Heimatlandes Litauen. Bei den "Roten Teufel" will er für Furore und natürlich für jede Menge Tore sorgen.

Nikola Dovedan (1. FC Heidenheim)

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Mit einem großen Vertrauensvorschuss wechselte Nikola Dovedan vom SCR Altach zum 1. FC Heidenheim. Der Zweitligist stattete den Offensivallrounder gleich mit einem langfristigen Vertrag bis 2021 aus. Sie sind von dem 23-Jährigen überzeugt. "Mit Nikola kommt ein treffsicherer Offensivspieler zu uns, der sich in jungen Jahren in Österreich durchgesetzt hat", erklärt Bastian Heidenfelder, der Sportliche Leiter beim FCH den Wechsel. Mit dem SCR Altach erreichte er überraschend den vierten Tabellenplatz, der für die Qualifikation zur Europa League berechtigte. Für die Vorarlberger erzielte er in 32 Ligaspielen zehn Tore und das als hängende Spitze oder Zehner. Für Trainer Frank Schmidt ist der Österreicher ein weiterer Mosaikstein für die Heidenheimer Offensive.

Sascha Horvath (SG Dynamo Dresden)

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Franco Foda hat nur lobende Worte für seinen ehemaligen Schützling Sascha Horvath über. Der Trainer des österreichischen Erstligisten SK Sturm Graz ist sich sicher, dass der U21-Nationalspieler Österreichs es bei Dynamo schaffen kann: "Ich kenne Trainer Uwe Neuhaus sehr gut. Dresden ist eine Mannschaft, die spielerische Akzente setzen will. Ich denke, Sascha passt gut dazu. Er hat das Potenzial, doch schlussendlich liegt es an ihm." Die Lieblingsposition des 20-jährigen, gebürtigen Wieners ist das zentrale Mittelfeld. Dort würde der nur 1,65m große Horvath gerne spielen und dem Dynamo-Spiel seinen Stempel aufdrücken.

Alexander Barklage