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Nach dem Auftaktspiel schwenkte Coach Torsten Lieberknecht stolz die FCK-Fahne
Nach dem Auftaktspiel schwenkte Coach Torsten Lieberknecht stolz die FCK-Fahne - © Selim Sudheimer
Nach dem Auftaktspiel schwenkte Coach Torsten Lieberknecht stolz die FCK-Fahne - © Selim Sudheimer
2. Bundesliga

Das Südwestderby ist (k)ein Fußballspiel!

Der Betzenberg ruft zum Südwestderby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Karlsruher SC – und schon vor dem Anpfiff wird klar: Dieses Duell ist mehr als nur ein Fußballspiel.

"Das sind emotionale, das müssen emotionale Spiele werden. Das sind besondere Spiele, besondere Spiele für die Fanlager und für die jeweilige Region. Die Bedeutung ist enorm hoch", machte Torsten Lieberknecht in der Pressekonferenz vor dem Top-Spiel am 2. Spieltag der 2. Bundesliga klar.

Der Coach des 1. FC Kaiserslautern kennt dieses Spiel, das eigentlich gar keines ist, bereits bestens. Für die "Roten Teufel" stand Lieberknecht in diesem besonderen Duell bereits dreimal an der Seitenlinie. In einfachen Worten beschreibt er es so: "Ein Derby ist ein Fußballspiel - und irgendwie auch kein Fußballspiel. Es ist ein Derby".

Heiß umkämpft, doch ohne Sieger

"Spiele mit Rivalität haben einen ganz großen Reiz!"

Dass es um mehr als "nur" ein normales Fußballspiel geht, hat auch KSC-Coach Maximilian Senft schnell gespürt. "Für mich hat das Südwestderby ein totales Alleinstellungsmerkmal. Die Fans spielen eine große Rolle, Spiele mit Rivalität haben einen ganz großen Reiz!"

Wenn der Betzenberg am Samstagabend bebt, geht es dann aber eben doch um Fußball – und hoffentlich auch um Tore. Über fünf Jahre lang gab es im Samstagabend-Topspiel der 2. Bundesliga nie zwei torlose Remis in Folge. Nach dem 0:0 des FCK zum Auftakt beim VfL Wolfsburg ist die Sehnsucht nach Treffern am Samstag besonders groß sein.

Für Kaiserslautern war das torlose Unentschieden ohnehin eine Premiere: Noch nie zuvor starteten die "Roten Teufel" mit einem 0:0 in eine Zweitliga-Saison. Der Karlsruher SC dagegen erwischte einen Traumstart und Senft feierte beim 2:1 gegen Arminia Bielefeld seinen ersten Sieg.

Neben dem neuen Karlsruher Cheftrainer durfte sich auch Leih-Neuzugang Moritz Broschinski mit seinem Doppelpack über einen perfekten Einstand freuen. Gemeinsam mit Vorlagengeber Marvin Wanitzek könnte sich beim KSC ein neues Traum-Duo formen. 

KSC feiert gelungenen Saisonstart

Zwei Bundesliga-Gründungsmitglieder

Die jüngere Vergangenheit spricht allerdings für den FCK. Von den bislang 69 Pflichtspielen zwischen beiden Traditionsclubs fanden 42 in der Bundesliga statt. In der 2. Bundesliga gab es 20 Duelle – mit acht FCK-Siegen, acht Remis und vier KSC-Erfolgen. Zuletzt blieb Kaiserslautern viermal in Folge ungeschlagen: drei Siege, ein Unentschieden.

Noch deutlicher wird es auf dem Betzenberg: Seit 1994 gewann der KSC dort nur eines von 15 Pflichtspielen. Dieses allerdings spektakulär – das 4:0 im Februar 2024 war Karlsruhes höchster Sieg in Kaiserslautern. Auch jetzt will Senft "beim Derby sicher nicht auf die Bremse treten!"

Heißt also: Samstagabend. Betzenberg. Südwestderby. Vollgas!

Maximilian Senft stellte schon beim Auftaktspiel seine Emotionalität unter Beweis - Bundesliga/Getty Images/Christian Kaspar-Bartke

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