Kein Zweifel. Es war eine gute Mannschaftsleistung beim 4:1-Sieg gegen Bielefeld, aber er war an diesem Tag der Mann für die besonderen Momente.

Zvjezdan Misimovic, der gegen die Arminia sein 100. Bundesligaspiel bestritt.

Wiedersehen mit dem Ex-Club

Zwei Tore selber erzielt, das dritte Tor vorbereitet. Der torgefährliche Mittelfeldspieler kommt immer besser in Schwung und zeigt, warum Cheftrainer Felix Magath ihn vom 1. FC Nürnberg zum VfL geholt hat.

In der Liga stehen mittlerweile drei Tore und vier Assists auf dem Konto des Bosniers. Ruhig und gelassen tritt der 26-jährige auf. Das Spiel gegen Bielefeld sei für die Mannschaft und für ihn gut gelaufen, doch der Fokus richtet sich schon wieder auf kommende Aufgaben. Am Samstag geht es gegen den FC Bayern. Seinen ehemaligen Club.

Erfolge unter Magath

"Es ist immer schön, gegen seine alten Kameraden zu spielen, aber ein Spiel gegen die Bayern ist so oder so etwas Besonderes", weiß Misimovic. Von der B-Jugend bis ins Jahr 2004 spielte "Zwetschge", wie er gerufen wird, beim deutschen Rekordmeister.

Dabei gewann er 2003 sogar das "Double" unter dem heutigen VfL-Cheftrainer Felix Magath. 2004 wurde Misimovic Torschützenkönig der Regionalliga Süd, bevor er schließlich zum Bundesligist VfL Bochum wechselte. In der Regionalliga-Mannschaft der Münchener trainierte Misimovic unter Hermann Gerland.

Unter Gerland geschliffen

"Ein richtig harter Hund. Wenn es mal nicht lief, hat er uns über den Platz gescheucht - besonders mich", so der gebürtige Münchener. Dennoch schwärmt Misimovic noch heute von seiner Zeit bei den Bayern: "Es war einfach eine schöne Zeit dort. Besonders die professionelle Jugendarbeit war schon damals erstklassig", so der 26-Jährige.

Und wie sind die Chancen am Samstag? "Das wird sicherlich kein leichtes Spiel. Aber wir müssen uns auch gegen Bayern nicht verstecken. Wir sind für eine Überraschung gut", so Misimovic.