München - Mit zwei Siegen aus den ersten beiden Begegnungen startete Eintracht Frankfurt so gut wie seit 13 Jahren nicht mehr in eine Bundesliga-Saison. Gegen den Hamburger SV wollen die Hessen am Sonntag ihre Erfolgsserie weiter ausbauen. Für Trainer Armin Veh ist es auch ein Begegnung mit seiner jüngeren Vergangenheit (Sonntag, ab 17 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Der 51-Jährige trainierte von Juli 2010 bis März 2011 den Hamburger SV, wurde aber vorzeitig entlassen. Im Juli des Vorjahres übernahm er den damaligen Bundesliga-Absteiger und führte ihn zurück in die Bundesliga. Nun kommt es zum Wiedersehen mit seinem Ex-Club.

Keine Änderungen in der Startelf



Veh plant seine erfolgreiche Startelf im Vergleich zum letzten Spiel nicht zu verändern. Dass die Eintracht im Moment auf der Erfolgswelle schwimmt, während der Hamburger SV lediglich auf Platz 16 zu finden ist, will der Veh allerdings im Vorfeld der Begegnung nicht überbewerten: "Unser Ziel ist erst mal der Klassenerhalt. Mehr kann es nicht sein. Die Mannschaft kann sich entwickeln und aufgrund der Altersstruktur vielleicht auch mit weniger Budget mal etwas erreichen, was man gar nicht glaubt, aber das braucht seine Zeit."

Der ehemalige HSV-Trainer, der eine konsequente Manndeckung des neuen HSV-Stars Rafael van der Vaart ausschloss, sieht seine aktuelle Mannschaft trotz der aktuellen Tabellenkonstellation keineswegs in der Favoritenrolle: "Wir können doch nicht als Favorit ins Spiel gehen, wenn drei Spieler beim Gegner so teuer sind wie unsere ganze Mannschaft. Dass die da unten mitspielen sollen, erschließt sich mir nicht so ganz."

Debüt von van der Vaart



Bei den punkt- und torlosen Hamburgern läuft mit Rückkehrer Rafael van der Vaart der personifizierte Hoffnungsträger erstmals in einem Pflichtspiel für die Hansestädter auf. "Rafael kann natürlich nicht alles alleine entscheiden. Es macht auch im Training nicht den Anschein, als wenn ihn der Druck belastet. Er macht einen hervorragenden Eindruck", sagte Trainer Thorsten Fink vor dem Spiel in Frankfurt. Der Trainer versuchte dem neuen Star durch intensives Videostudium seine Philosophie innerhalb kürzester Zeit näherzubringen.

Neben van der Vaart baut Fink in Frankfurt auf Zhi Gin Lam. Der Rechtsverteidiger soll statt des grippe-erkrankten Dennis Aogo auf der linken Seite verteidigen, Dennis Diekmeier kehrt statt Jeffrey Bruma auf die rechte Abwehrseite zurück. Ansonsten vertraut der Trainer trotz des wenig verheißungsvollen Saisonstart auf dieselben Akteure, die vor der Länderspielpause mit 0:2 in Bremen unterlagen.



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