Bis zum 30. Spieltag hat es gedauert, bis Tabellenführer VfL Wolfsburg in Person von Felix Magath Titelansprüche formulierte. Magath will die Schale, dies sagte er bereits vor dem Spiel gegen Hoffenheim. Nach der Partie fühlte sich der VfL-Coach bestätigt. bundesliga.de hat alle Trainer-Stimmen des Spieltags.

Hamburger SV - Hertha BSC Berlin 1:1 (1:0)

Trainer Martin Jol (Hamburger SV): Wir wollten oben dran bleiben. Da hätten wir gewinnen müssen. Das einzige Ziel, das wir erreicht haben, sind die 55 Punkte. Zufrieden macht mich das nicht. Das Gegentor war ein Sonntagsschuss. Wir haben in den letzten 20 Minuten alles versucht, aber wir hatten kein Glück. Da hätten wir das Tor machen müssen.

Trainer Lucien Favre (Hertha BSC Berlin): Das 1:1 ist verdient. Der HSV hatte seine Chancen, wir auch. Die Hamburger sind am Anfang immer extrem gefährlich. Leider haben wir direkt ein Tor kassiert. Nach 15 Minuten haben wir dann aber ruhig nach vorne gespielt und Gas gegeben.


1. FC Köln - Werder Bremen 1:0 (0:0)

Trainer Christoph Daum (1. FC Köln): Werder war in der ersten Halbzeit klar besser, da haben sie auch ohne die zahlreichen Ausfälle gezeigt, dass sie eine klasse Mannschaft haben. Mit zunehmender Spieldauer haben wir uns aber von dem Druck freigemacht und letztendlich die drei Punkte eingefahren.

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): Ich bin nicht zufrieden damit, dass wir nichts mitgenommen haben. Wir schaffen es einfach nicht, die Chancen zu nutzen und einen Vorsprung herauszuarbeiten. Nach dem Gegentor haben wir unsere Hoffnung verloren. Wir müssen nun zusehen, dass wir am Donnerstag ein besseres Spiel machen.


VfL Wolfsburg - 1899 Hoffenheim 4:0 (0:0)

Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg): Wir waren am Anfang nervös und mussten mit ansehen, wie Hoffenheim besser ins Spiel kam. In dieser Phase hat uns Diego Benaglio mit seinen Paraden im Spiel gehalten. Mit dem 1:0 war das Spiel dann im Grunde erledigt: Wir sind stärker geworden und konnten sogar noch etwas fürs Torverhältnis tun. Jetzt gilt es, den ersten Tabellenplatz zu verteidigen und die Meisterschaft nach Wolfsburg zu holen.

Trainer Ralf Rangnick (1899 Hoffenheim): Der Wolfsburger Sieg ist sicher etwas zu hoch ausgefallen. Bis zum 1:0 haben wir gut mitgespielt und auch die größere Zahl an guten Torchancen gehabt. Aber zurzeit machen wir aus unseren Möglichkeiten leider nichts, und so war es schwer, den erneuten Rückstand wegzustecken. Die Niederlage ist bitter, aber wir müssen auch in den kommenden Wochen noch mit Anstand die Spiele hinter uns bringen.


Bayern München - Borussia Mönchengladbach 2:1 (2:1)

Interimstrainer Jupp Heynckes (Bayern München): Besonders in der ersten Halbzeit hat man gesehen, dass es sehr schwierig war, gegen das Bollwerk und die Grundordnung der Borussia zu spielen. In den ersten 25 Minuten haben wir es aber sehr gut gemacht und uns sehr viel bewegt, es aber nicht verstanden, in den Rücken des Gegners zu kommen. In der zweiten Hälfte hatten wir sofort drei klare Chancen, die man normalerweise verwerten muss. Weil wir das nicht getan haben, sind wir in der Endphase noch einmal unter Druck geraten. Nach wie vor ist Wolfsburg Spitzenreiter, unser Ziel muss die direkte Qualifikation für die Champions League sein.

Trainer Hans Meyer (Borussia Mönchengladbach): Wir habe den Bayern ein paar Probleme dabei bereitet, uns auszuspielen. In der zweiten Halbzeit ist uns das aber nicht mehr so gut gelungen. Ich erinnere aber daran, dass Frankfurt hier 0:4 und Hannover hier 1:5 verloren hat. Lissabon hat sieben Stück bekommen - das haben wir nicht. Durch die Resultate auf den anderen Plätzen haben wir auch noch eine reelle Chance.


Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund 0:2 (0:0)

Trainer Friedhelm Funkel (Eintracht Frankfurt): Die Niederlage tut natürlich weh. Nach dem unglücklichen Treffer zum 0: 2 war die Partie natürlich gegen uns entschieden. Aber ich bin dennoch felsenfest davon überzeugt, dass wir auch in der nächsten Saison gegen Borussia Dortmund spielen. Wir werden auch noch überraschende Punkte holen.

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Wir sind mit dem Ergebnis hochzufrieden. Wir haben den Druck hoch gehalten, sind geduldig und gierig geblieben und sind dafür auch belohnt worden. Das zeigt den tollen Charakter meiner Mannschaft. Jetzt versuchen wir, das Maximum aus dieser Saison für uns herauszuholen.


Schalke 04 - Bayer Leverkusen 1:2 (0:2)

Interimstrainer Mike Büskens (Schalke 04): Leverkusen hat in der Offensive herausragende Qualitäten. Man muss gegen Bayer kompakt auftreten, das haben wir in der ersten Halbzeit nicht getan. Erst danach lief es besser, aber es bleib natürlich schwer, einem 0:2 hinterherzulaufen.

Trainer Bruno Labbadia (Bayer Leverkusen): Für uns war es die notwendige und erwartete Antwort auf das Spiel gegen Karlsruhe. Kompliment an die Mannschaft, die vor allem in der ersten Halbzeit hervorragend gespielt hat. Wenn es überhaupt ein Manko gab, dann die Chancenauswertung.


Karlsruher SC - Energie Cottbus 0:0

Trainer Edmund Becker (Karlsruher SC): Ich habe gehofft, dass meine Mannschaft nach dem Sieg in Leverkusen etwas sicherer und befreiter spielen würde. Aber unser Spiel lief sehr schleppend und war sehr zerfahren. Cottbus hat massiert verteidigt, wir waren zu schwerfällig und zu langsam. Insgesamt ist dieser Punkt für unsere Situation zu wenig.

Trainer Bojan Prasnikar (Energie Cottbus): Das war ein ganz wichtiger Punkt. Die erste Halbzeit lief genauso wie wir es geplant hatten. In der zweiten Halbzeit haben wir dann schwach nach vorne gespielt und haben die Initiative vermissen lassen. Deshalb bekam unsere Verteidigung Probleme. Mit Glück hat es zu einem 0:0 gereicht.


Arminia Bielefeld - VfB Stuttgart 2:2 (1:2)

Trainer Michael Frontzeck (Arminia Bielefeld): Beide Teams haben auf Sieg gespielt. Es ist schwierig für eine Mannschaft, wenn man drei Heimspiele verloren hat. Dafür gebührt dem Team mein Respekt. Wir haben unglaubliche Moral bewiesen. Es wird eng bis zum Schluss, doch die Zuschauer können sich darauf verlassen, dass wir weiter so kämpfen.

Teamchef Markus Babbel (VfB Stuttgart): Das war ein sehr emotionales Spiel. Die Zuschauer sind auf ihre Kosten gekommen, leider phasenweise auf Kosten der Trainer. Wir haben unsere Chancen leider nicht in mehr Tore ummünzen können. Wir müssen mit dem Punkt daher zufrieden sein.


VfL Bochum - Hannover 96 0:2 (0:2)

Trainer Marcel Koller (VfL Bochum): "Wir haben gut angefangen, kriegen dann aber durch einen individuellen Fehler das 0:1 und nach einer Standardsituation das 0:2. Danach war die Ruhe weg. In der zweiten Halbzeit hatten wir fünf gute Möglichkeiten, aber Enke hat überragend gehalten. Wir haben noch vier Endspiele, und ich bin überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen."

Dieter Hecking (Hannover 96): "Nach den Irrungen und Wirrungen in dieser Saison haben wir zu Beginn der Rückrunde gesagt, den Klassenerhalt so früh wie möglich perfekt zu machen. Das haben wir geschafft. Kompliment an die Mannschaft, das wünscht man sich als Trainer."