Frankfurt/M. - Zehn Jahre nach der verpflichtenden Einführung von Leistungszentren im deutschen Profi-Fußball haben Ligaverband und DFL Deutsche Fußball Liga eine positive Bilanz gezogen.

Mittlerweile stammen 52,4 Prozent aller Spieler der Bundesliga aus den Nachwuchs-Einrichtungen, in die die Clubs in den vergangenen Jahren mehr als 520 Millionen Euro investiert haben. In den Leistungszentren, die im Rahmen der ersten Generalversammlung des Ligaverbandes am 28. Februar 2001 obligatorisch wurden, sind derzeit mehr als 5.400 Spieler in 282 Mannschaften aktiv.

"Ohne Zweifel eine Erfolgsstory"

"Die Entwicklung der Leistungszentren ist ohne Zweifel eine Erfolgsstory, auf die Clubs, Ligaverband und DFL gemeinsam stolz sein können. Die vor zehn Jahre begonnene konsequente Nachwuchsarbeit zahlt sich immer mehr aus. Dies belegen die vielen jungen Spieler in der Bundesliga und in der A-Nationalmannschaft ebenso wie die Erfolge der Jugendauswahl-Teams des DFB. In punkto Nachwuchsarbeit müssen wir uns vor keiner Fußball-Nation mehr verstecken", erklärt Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball. "Darüber hinaus gilt es, dem DFB für die gute Kooperation auf diesem Gebiet zu danken. Zumal der DFB mit seinem Stützpunktkonzept hervorragende Arbeit leistet und mit Sportdirektor Matthias Sammer über einen erwiesenen Experten im Bereich der Nachwuchsarbeit verfügt."

"Wir sehen heute, wie wichtig es war, dass die Einführung von Leistungszentren verpflichtend in die Lizenzierungsordnung aufgenommen wurde. Im Nachwuchsbereich arbeitet eine Vielzahl von hoch qualifizierten und kompetenten Mitarbeitern und Trainern, die in Kombination mit den Schulen für eine optimale Ausbildung des deutschen Fußballnachwuchses sorgen. Den hohen Ausbildungsstandard gilt es, weiter zu sichern. Dies ist eine gemeinsame Aufgabe von Ligaverband und DFL", sagt Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung.

"Wir wollen, dürfen und werden uns nicht auf den Erfolgen der Leistungszentren ausruhen. Wir müssen am Ball bleiben und die Strukturen weiter auf die Herausforderungen der Zukunft ausrichten. Wir werden in unsere Arbeit Themen wie Integration und demographischen Wandel verstärkt aufnehmen", so Andreas Rettig, Vorsitzender der Kommission Leistungszentren des Ligaverbandes.