
Younes Ebnoutalib: Er kam, sah und traf
Beim wilden 3:3 zum Jahresauftakt 2026 zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund hat ein Neuzugang ein ganz besonderes Homecoming gefeiert: Der gebürtige Frankfurter Younes Ebnoutalib überzeugte bei seinem SGE-Debüt und fühlte sich nach seinem Treffer überfordert, dankbar – und einfach nur glücklich.
Ein Jahr ist es her, da wechselte Younes Ebnoutalib aus der Regionalliga vom FC Gießen zur SV Elversberg. Kam er in der Rückrunde 2024/25 nur zu vier Einsätzen bei der SVE, schwang sich die Stürmerkante in der aktuellen Saison zum torgefährlichsten Angreifer der 2. Bundesliga auf.
Zwölf Mal netzte der 1,91 Meter große Stürmer ein – und empfahl sich nach nur einem Jahr für höhere Aufgaben und wechselte in die Bundesliga: zur SGE, in seine Geburtsstadt Frankfurt.
Und zum Jahresauftakt 2026, als Eintracht Frankfurt den BVB empfing, durfte Ebnoutalib sofort starten. "Ich bin einfach nur dankbar, dass der Trainer mir direkt die Chance von Anfang an gegeben hat."

"Ich war überfordert"
Und diese Chance, diese für ihn so bedeutende Gelegenheit, packte der 22 Jahre alte Stürmer direkt beim Schopf: Die neue Nummer elf der SGE netzte nach 71 Minuten eiskalt zum 2:2 für seine neue, alte Liebe ein. Eine ganz besondere Geschichte.
"Ich war erst mal überfordert, als ich alleine vor so einer Kulisse aufs Tor zulaufen konnte", sagte der neue Knipser der Eintracht und erklärte so, warum ihm der "sehr schöne Ball" von zweiten SGE-Neuzugang Arnaud Kalimuendo erst ein wenig versprang.
"Ich bin froh, dass der Ball reingegangen ist", bekannte Ebnoutalib, der seine Emotionen nach seinem ersten Bundesligatreffer mit "sehr, sehr krass, ein unbeschreibliches Gefühl", umschrieb.
"Das ist genau das, was wir brauchen"
"Dass ich direkt in meinem ersten Spiel gegen so ein starkes Team treffen konnte. Hier zu Hause zu spielen – es gibt einfach nichts Besseres!", fuhr der aufgewühlte Ebnoutalib nach Abpfiff fort.
Großes Lob erhielt der erfolgreiche Angreifer von seinem Kapitän: "Younes hat es heute sehr gut gemacht. Das Tor war wichtig für ihn und uns", hielt Robin Koch fest. Den Assistgeber Klaimuendo wollte der Innenverteidiger aber auch nicht unerwähnt lassen: "Kali kam heute auch gut rein mit seinem Assist. Diese Arbeit, die die Neuen reinstecken – das ist genau das, was wir brauchen!"
Auch der Zähler war äußerst wichtig für die SGE: Mit nun 26 Punkten ist man als Siebter in Schlagdistanz zu den Champions-League-Rängen. Kommenden Dienstag geht es dann zum Pokalsieger Stuttgart – wo Ebnoutalib direkt weiter treffen könnte. Und wo er der besonderen Geschichte seiner Karriere ein weiteres, bedeutsames Kapitel hinzufügen könnte.

