Der VfL Wolfsburg beginnt mit der Vorbereitung auf die Saison 2010/2011 und auch für VfL-Manager Dieter Hoeneß heißt das: "Richtig beginnt der Fußball erst wieder auf dem Platz."

Abseits des Rasens, speziell auf dem Transfermarkt, ist der Bundesligist - bis auf die Verpflichtung von Nassim Ben Khalifa - noch nicht tätig geworden. Hoeneß meint: "Hier sind unsere Planungen derzeit nicht abgeschlossen. Die heißen Monate stehen noch aus. Durch die WM ist der Markt bisher nicht richtig in Bewegung gekommen."

Kommunikation läuft problemlos

Dennoch sind die Wölfe weiterhin gefragt: Bereits 18.500 Dauerkarten wurden für die neue Spielzeit verkauft. Natürlich wünschen sich die Anhänger eine erfolgreiche Saison. "Für eine Zielsetzung ist es noch ein bisschen früh. Allerdings machen wir keinen Hehl daraus, um die internationalen Plätze spielen zu wollen. Zum Bundesligaauftakt können wir sicher konkreter werden", so der VfL-Manager.

Sichtlich froh, dass die Zeit der Sommerpause vorbei ist, zeigt sich auch Wolfsburgs neuer Cheftrainer Steve McClaren. Mit einem "Guten Tag" begrüßte er die rund 60 anwesenden Medienvertreter. Am Donnerstagvormittag arbeitete er das erste Mal mit der Mannschaft zusammen. Als erste Einheit stand ein Laktattest auf dem Programm.

"Ich bin überrascht, dass die Spieler so gut Englisch sprechen, selbst unser Italiener Andrea Barzagli", zeigte sich McClaren erstaunt. Somit lief die Kommunikation problemlos. "Es ist gut, das Team endlich zu sehen. Jetzt beginnt die Realität. Wir werden hart arbeiten, um den Grundstein für eine erfolgreiche Saison zu legen."

WM-Teilnehmer steigen später ein

Einziger Wermutstropfen: Noch muss der Cheftrainer auf neun WM-Teilnehmer der Wölfe verzichten. Diese werden erst nach und nach in die Vorbereitung einsteigen, und zwar jeweils gut drei Wochen nach dem Ausscheiden ihrer Mannschaft in Südafrika. McClaren: "Natürlich ist die Situation nicht ideal, aber wir werden uns entsprechend anpassen. Ich denke nicht, dass sie so viel verpassen werden."

In den nächsten Wochen will der Engländer in erster Linie das Team und jeden Spieler mit seinen Stärken und Schwächen kennen lernen. Es werde hart in den Bereichen Ausdauer und Kraft gearbeitet. Natürlich sei auch taktisches Verhalten wichtig, aber im Mittelpunkt seiner Arbeit, so McClaren weiter, stehe die Bildung einer Mannschaft. "Wir müssen ein Team bilden, erst dann kommt das System. Wenn man nicht als Einheit auftritt, gewinnt man am Ende gar nichts."