Der VfL Wolfsburg hat im Testspiel während der Länderspielpause einen souveränen 4:1 (2:0)-Erfolg bei der in der Oberliga Niedersachsen-West beheimateten SpVgg Preußen Hameln eingefahren. Für die VfL-Treffer in Hameln sorgten Grafite (41./43.), Obafemi Martins (48.) und Daniel Baier (88.).

Fast die halbe Profi-Mannschaft stand für den Test in Hameln aufgrund von Länderspielen nicht zur Verfügung, dennoch konnte Trainer Armin Veh eine schlagkräftige Mannschaft aufbieten, die nur in der ersten Halbzeit eine gewisse Zeit brauchte, um ins Spiel zu finden.

Grafite vor der Pause eiskalt

Dies lag jedoch in erster Linie an dem sehr tiefen Boden im Weserbergland-Stadion, denn es hatte vor Spielbeginn sintfluntartige Regenfälle gegeben.

Trotz großer Überlegenheit der "Wölfe" und einiger hochkarätiger Chancen fiel der erste Treffer erst kurz vor dem Halbzeitpfiff. Nach schöner Vorarbeit durch Sascha Riether von der rechten Seite nutzte Toptorjäger Grafite seinen Freiraum in der Mitte eiskalt zur 1:0-Führung (41.).

Nur zwei Minuten später wieder der Brasilianer, der nach einer Standardsituation den Ball von Alexander Madlung vor die Füße gespielt bekam und aus gut sechs Metern mit der Hacke erfolgreich war (43.). Mit dem 2:0 ging es in die Kabinen.

Abstauber als Ehrentreffer

Direkt nach dem Wiederanpfiff nutzte Obafemi Martins gleich die erste Chance des zweiten Durchgangs und war in der 48. Minute per Kopf zur Stelle. Der Oberligist aus Hameln, der auch in der ersten Hälfte bereits die eine oder andere Gelegenheit gehabt hatte, kam in der 65. Spielminute zum Ehrentreffer.

Nach einem Freistoß und einem Reflex von André Lenz kam Iwitar im zweiten Versuch zu seinem Tor gegen den Deustchen Meister.

Kurz darauf hätte es dann Elfmeter für die "Wölfe" geben müssen, nachdem Martins im Strafraum gefoult worden war. Schiedsrichter Schneider entschied allerdings mit einem Augenzwinkern zu Gunsten der Gastgeber auf Weiterspielen.

Veh: "Hätten auch ein paar Tore mehr sein können"

Einen vierten Treffer gab es dennoch: Kurz vor Schluss konnte sich auch Daniel Baier in die Torschützenliste eintragen. Mike Könnecke, der sonst normalerweise für die zweite Mannschaft auf Torejagd geht, hatte den Ball mustergültig abgelegt (88.).

Coach Veh war mit dem Test in Hameln sehr zufrieden: "Das war der Test, den wir uns vorgestellt haben. Alle unsere Spieler sind zum Einsatz gekommen und bleiben so im Rhythmus. Es hätten durchaus ein paar Tore mehr für uns sein können, allerdings hat Hameln auch sehr gut dagegen gehalten."

Das Spiel im Stenogramm:

VfL: Lenz - Johnson, Costa, Simunek (63. Evljuskin), Alvim (60. Schulze) - Madlung - Riether, Dejagah, Baier - Grafite, Martins

Tore: 0:1 Grafite (41.), 0:2 Grafite (43.), 0:3 Martins (48.), 1:3 Iwitar (65.), 1:4 Baier (88.)

Zuschauer: 1.700