Köln - Aufsteiger RB Leipzig hat einen Traumstart in seine erste Bundesliga-Saison hingelegt. Schon früh zeigt sich, dass Sportdirektor Ralf Rangnick die richtige Wahl getroffen hat, als er im Sommer Ralph Hasenhüttl als neuen Trainer verpflichtete. Denn es hat sich schon in der Vergangenheit gezeigt: Wo Hasenhüttl ist, ist auch der Erfolg.

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Ralph Hasenhüttl hat eine neue Erfahrung gemacht. Zwar ist er nun schon seit neun Jahren als Trainer im Profibereich tätig, doch RB Leipzig ist der erste Verein, mit dem er gleich zum Start seiner Amtszeit eine komplette Vorbereitung absolvieren konnte. Bei seinen vorherigen Stationen SpVgg Unterhaching, VfR Aalen und FC Ingolstadt übernahm er stets während einer laufenden Saison die Mannschaft.

Seine Rolle bei den vorherigen Stationen war dabei stets die gleiche: Hasenhüttl musste den Retter spielen. Weil es vorher nicht lief wie gewünscht, war es seine Aufgabe, die Vereine in ruhigeres Fahrwasser zu führen. Gelungen ist ihm das immer wieder. In Aalen und Ingolstadt ging seine Leistung sogar weit darüber hinaus.

Den VfR übernahm er im Januar 2011 in der 3. Liga auf dem 16. Tabellenplatz und schaffte zunächst den Klassenerhalt. Nur ein Jahr später stieg Aalen unter Hasenhüttls Führung in die 2. Bundesliga auf. Ein fast märchenhafter Erfolg - und doch kein einmaliger. Denn der österreichische Fußballlehrer vollbrachte ziemlich genau das gleiche Kunststück noch einmal.

Nachdem er sein Amt in Aalen trotz einer erfolgreichen Zweitligasaison mit Platz neun in der Endabrechnung aufgegeben hatte, verpflichtete der FC Ingolstadt Hasenhüttl im Oktober 2013. Zu diesem Zeitpunkt war der FCI Tabellenletzter in der 2. Bundesliga. Unter dem neuen Trainer erfolgte ein Aufschwung, der Ingolstadt zunächst auf Platz zehn führte und ein Jahr später sogar zum Aufstieg in die Bundesliga.

Was Hasenhüttls Elf dort in der vergangenen Saison leistete, war nicht minder beeindruckend. Der FCI beendete die Saison auf Platz elf und kassierte gerade einmal 42 Gegentore, nur die Spitzenteams aus München, Dortmund und Leverkusen wurden seltener überwunden. Kein Wunder, dass Hasenhüttl Begehrlichkeiten anderer Vereine weckte. Am Ende entschied er sich für einen Wechsel nach Leipzig.

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Diesmal musste Hasenhüttl nicht den Retter in der Not spielen. "Mit Leipzig bin ich zu einem Verein gekommen, der in den vergangenen Jahren schon sehr erfolgreich war. Und es geht jetzt darum diesen erfolgreichen Weg weiterzugehen", sagte er nach dem 1. Spieltag im Interview mit bundesliga.de.

Bisher geht er ihn äußerst erfolgreich. Leipzig zeigt den Fußball, den Hasenhüttl schon immer bevorzugt hat. Er setzt auf Pressing, auf frühes Attackieren des Gegners, auf die ständige Jagd gegen den Ball. "Meine ehemalige Mannschaft, der FC Ingolstadt, wurde mal als 'Pressing-Monster von der Donau' beschrieben, und das hat eigentlich ganz gut gepasst. Diese Arbeit gegen den Ball, die wir in Ingolstadt gezeigt haben, macht auch in Leipzig den Schwerpunkt aus", skizzierte Hasenhüttl seinen Spielstil.

Leipzig ist ein Aufsteiger mit Ambitionen. Die ersten Spiele der neuen Saison haben gezeigt: Hasenhüttl ist der richtige Mann am richtigen Ort. Denn wo er ist, ist schließlich auch der Erfolg.