Nur noch eine um vier Tore bessere Tordifferenz bewahrt Arminia Bielefeld vom Abrutschen auf Rang 16.

"Auf Dauer bringen uns die Unentschieden nicht viel weiter", meint Arminias defensiver Mittelfeldspieler Thorben Marx im exklusiven Gespräch mit bundesliga.de. Deshalb ist ein "Dreier" am kommenden Wochenende gegen Eintracht Frankfurt Pflicht.

bundesliga.de: Herr Marx, 1:1 in Köln. Wie zufrieden sind Sie mit dem Spielausgang?

Thorben Marx: Mit dem Remis in Köln können wir nach dem Spielverlauf eigentlich ganz gut leben. Die ersten 20 Minuten haben wir verschlafen und konnten froh sein, dass wir nicht höher in Rückstand geraten sind. Nach dem etwas glücklichen Ausgleich sind wir dann wieder ins Spiel zurückgekommen. In der zweiten Halbzeit war es ein offenes Spiel und vielleicht wäre sogar am Ende bei etwas mehr Druck von uns sogar noch etwas mehr für uns drin gewesen.

bundesliga.de: Jetzt sind fünf Rückrundenspiele gespielt. Arminia hat nur eins verloren, sechs Punkte geholt. Liegen Sie damit punktemäßig im Soll?

Marx: Wir haben sicherlich von der Punktezahl nicht ganz so viele Zähler, wie wir wollten. Aber wir haben gerade in den letzten Spielen ordentlich gespielt und in der Rückrunde auch gegen gute Mannschaften gepunktet. Ich denke da an den Sieg in Bremen und das 1:1 im Heimspiel gegen Hertha. Damit sind wir gut in die Rückrunde gestartet. Gegen Hamburg haben wir verloren, gegen Bochum hätten wir drei Punkte holen müssen. Die beiden verlorenen Punkte fehlen uns.

bundesliga.de: Reicht es, im Abstiegskampf nur auf die kämpferischen Mittel zu setzen?

Marx: Auf jeden Fall, anders geht es bei uns auch nicht. Das weiß auch jeder von uns. So sind wir in den letzten Spielen aufgetreten. Das versuchen wir beizubehalten. Dann schaffen wir unser großes Ziel auch und bleiben in der Bundesliga.

bundesliga.de: Bielefeld ist für jeden Gegner sehr unangenehm zu spielen. Die Arminia holt sehr viele Unentschieden - inzwischen bereits elf - aber nur wenig Dreier: So gelingt es dem Club nicht, sich im Abstiegskampf ein wenig Luft zu verschaffen.

Marx Auf Dauer bringen uns die Unentschieden auch nicht viel weiter. Aber bei einigen Unentschieden waren sicherlich auch wichtige Punkte für uns dabei. Es wird aber auch Zeit, dass wir nächste Woche im wichtigen Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt wieder einmal drei Punkte einfahren.

bundesliga.de: Die Bielefelder Lebensversicherung im Abstiegskampf heißt bislang Artur Wichniarek. Wie abhängig ist die Arminia davon, dass er trifft?

Marx: Der Artur ist sicherlich ein wichtiger Spieler für uns. Aber wir haben schon öfter gezeigt, gerade jetzt auch wieder in Köln, dass auch andere Spieler wie Chris Katongo treffen können. Wir haben leider keinen zweiten Torjäger. Aber im Moment verteilt sich das auch auf andere Spieler. Und im Endeffekt ist es ja egal, wer die Tore schießt. Hauptsache, wir holen unsere Punkte.

bundesliga.de: Wie schätzen Sie die Chancen ein, dass Arminia den Klassenerhalt wieder packt?

Marx: Ich bin mir sicher, dass wir es packen. So wie wir in den letzten Spielen auftreten, gibt uns das eine Menge Selbstvertrauen. Wenn wir so weitermachen, werden wir die nötigen Punkte holen.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski