Am 4. Spieltag hat es Aufsteiger Mainz 05 erwischt. Im Borussia-Park von Mönchengladbach kassierten die Mainzer beim 0:2 die erste Saisonniederlage. Zu allem Überfluss verletzten sich auch noch beide Torhüter. Doch zum Glück konnte der befürchtete Beinbruch von Keeper Christian Wetklo nicht diagnostiziert werden. Nach dem Spiel traf bundesliga.de den Mainzer Spielmacher Andreas Ivanschitz zum Interview.

bundesliga.de: Herr Ivanschitz, der 1. FSV Mainz 05 hat 0:2 in Mönchengladbach verloren. Ist die Mannschaft nach dem Sieg gegen die Bayern am vergangenen Wochenende jetzt wieder von Wolke 7 gefallen?

Andreas Ivanschitz: Wir waren nie auf Wolke 7. Natürlich war ein Riesenhype entstanden durch die guten ersten drei Spiele und vor allem nach dem Sieg gegen die Bayern. Aber die Mannschaft ist schon am Boden geblieben. Unter der Woche haben wir nur von Gladbach gesprochen. Niemand hat mehr von Bayern geredet. Wir hatten uns gut vorbereitet. Unterm Strich haben wir 0:2 verloren. Aber es war mehr drin.

bundesliga.de: Was waren für Sie die Ursachen für die Niederlage?

Ivanschitz: Wir hätten in allen Belangen zulegen müssen. Wir hätten bei eigenem Ballbesitz ruhiger spielen und die Chancen auch ausspielen müssen. Da waren wir in der einen oder anderen Situation zu überhastet. Es hätten sich in der zweiten Halbzeit einige Räume ergeben können. Leider hat der letzte Pass nicht gestimmt, deshalb sind wir nicht zu vielen Torchancen gekommen. Von der Auswärtsniederlage dürfen wir uns nicht zurückwerfen lassen.

bundesliga.de: Wie schnell haben Sie sich persönlich nach Ihrem Wechsel aus Athen an die Bundesliga akklimatisiert?

Ivanschitz: Für mich waren die ersten Spiele wichtig, um in die Mannschaft reinzukommen. Das hat ganz gut geklappt. Ich wurde gut aufgenommen. Ich werde jetzt die 14 Tage ohne Bundesliga-Spiele nutzen, um im körperlichen Bereich wieder zuzulegen. Das wird ganz wichtig für mich sein. Denn ich hatte bei Panathinaikos keine richtige Vorbereitung. Außerdem kann ich mein Knieproblem, das ich seit dem Lübeck-Spiel habe, jetzt auskurieren. Aber das werden wir in den nächsten Tagen in den Griff kriegen. Dann heißt es arbeiten, arbeiten, arbeiten.

bundesliga.de: Und dann sind Sie auch für 90 Minuten. Gegen Mönchengladbach wurden Sie nach 66 Minuten ausgewechselt.

Ivanschitz: Darauf arbeite ich natürlich hin. Ich merke, dass es körperlich von Spiel zu Spiel besser wird.

bundesliga.de: Sie sind Europa schon ein bisschen herumgekommen. Wie stark schätzen Sie die Bundesliga im internationalen Vergleich an?

Ivanschitz: Für mich ist die Bundesliga sicherlich eine der stärksten Ligen, keine Frage. Das ganze Umfeld und auch die Professionalität in der Bundesliga sind sehr hoch. Sie zählt aus meiner Sicht zu den besten zwei, drei Ligen der Welt. Da kann man sich Woche für Woche mit sehr guten Spielern messen. Diese Herausforderung habe ich als Spieler gesucht.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski