1:5 in Wolfsburg, 0:4 in Barcelona - es war wahrlich nicht die Woche des FC Bayern. Doch gerade das macht das Gastspiel von Eintracht Frankfurt an der Isar so schwierig.

Denn ein angeschlagener FC Bayern war bislang meist der gefährlichste FC Bayern. So sieht es Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel.

Frage: Herr Funkel, Ihnen wäre ein Erfolg der Bayern in Barceona lieber gewesen. Weshalb?

Friedhelm Funkel: Weil sie dann nächste Woche noch eine Chance aufs Champions-League-Halbfinale gehabt hätten. Jetzt haben sie nur noch die Bundesliga und müssen Deutscher Meister werden.

Frage: Ist es dann also ein ungünstiger Moment, nach München reisen zu müssen?

Funkel: Es ist immer schwer, gegen die Bayern zu spielen. Der FC Bayern hat die mit Abstand beste Mannschaft der Liga und ist seit 30 Jahren der erfolgreichste Club Deutschlands. Es gibt keinen günstigen Moment, gegen Bayern zu spielen - egal wann man gegen sie antritt.

Frage. Haben Sie etwa Angst, Kanonenfutter zu sein?

Funkel: Nein, das haben wir nicht. Wir sind kein Kanonenfutter, wir sind eine gestandene Bundesligamannschaft, die überall punkten und gewinnen kann. Gerade die Spiele gegen den FC Bayern standen zuletzt oft auf des Messers Schneide.

Funkel: Erinnern Sie sich noch an das 0:0 in der vergangenen Saison?

Funkel: Ja, da waren wir nicht gut. Die Bayern hätten dieses Spiel gewinnen müssen, hatten eine Vielzahl klarer Möglichkeiten und sind sehr aggressiv sowie willensstark zu Werke gegangen. Wir haben in diesem Spiel nichts umsetzen können von dem, was wir uns vorgenommen hatten. Mit viel Glück und Gottes Hilfe haben wir schließlich ein 0:0 geholt, auch weil Oka Nikolov überragend gehalten hat.

Funkel: Wie werden Sie taktisch in München auftreten?

Funkel: Wir werden versuchen, aus einer gesicherten Defensive nach vorne zu spielen, so wie zuletzt gegen Hoffenheim, in Leverkusen und gegen Cottbus.

Das ausführliche Interview finden Sie auf der Webseite von Eintracht Frankfurt.