Nach dem 4:3-Erfolg über den FC Schalke 04 und dem sechsten Sieg in Folge hat sich der VfL Wolfsburg in der Spitzengruppe der Bundesliga festgesetzt.

Coach Felix Magath sieht deswegen aber keinen Anlass, vor Freude in die Luft zu springen. Im Gegenteil, er bremst die Euphorie, um etwaige Meisterschaftsträume im Keim zu ersticken.

Im Interview erklärt der 55-Jährige, warum seine "Wölfe" noch zu grün für den Titel sind und woran seine Elf arbeiten muss.

Frage: Herr Magath, wie bewerten Sie die Leistung Ihrer Mannschaft beim 4:3-Sieg gegen Schalke 04?

Felix Magath: Wir haben in der Offensive ein gutes Spiel gemacht und bewiesen, dass wir zu Hause eine Macht sind. Für die Zuschauer war das ein wunderbares Spiel, für einen Trainer war die Partie allerdings nicht so schön. Ich hätte mir gewünscht, dass wir nach dem 3:1 souveräner weitergespielt hätten.

Frage: Der Erfolg gegen Schalke war der sechste Sieg in Folge. Warum wirken Sie trotzdem unzufrieden?

Magath: Nach dem 3:1 haben wir uns dumme Fehler geleistet, die eine Spitzenmannschaft nicht machen würde. Wenn wir in einer Partie, die wir im Griff haben noch so in Schwierigkeiten kommen, zeigt dies, dass wir kein Aspirant auf den Titel sind. So etwas darf man sich nicht erlauben. Ich glaube nicht, dass es für uns reicht, bis zum Saisonende da oben zu blieben.

Frage: Ihre Mannschaft führt die Rückrundentabelle an. Kann man aus dieser Position heraus nicht die Zielsetzung nach oben korrigieren und den Titel ins Visier nehmen?

Magath: Um dieses Ziel auszusprechen, fehlt noch ein bisschen. Wir haben eine sehr junge Mannschaft und sind für den Titelkampf einfach noch zu grün. Wir waren zu Beginn der Begegnung gegen Schalke gehemmt und haben erst nach dem Rückstand unseren Rhytmus gefunden. Wir müssen noch etwas tun, bis wir spitze sind.