Nürnberg - Der Erfolgslauf von Borussia Mönchengladbach ist im siebten Rückrundenspiel zu Ende gegangen. Die 0:1-Niederlage der "Fohlen" beim 1. FC Nürnberg war ein Dämpfer im Kampf um die Europapokalplätze.

Entsprechend enttäuscht zeigte sich Havard Nordtveit nach Schlusspfiff in den Katakomben des easyCredit-Stadions. Im bundesliga.de-Interview verrät der Norweger, was die Borussia ändern sollte, um am kommenden Samstag gegen Freiburg in die Erfolgsspur zurückzukehren.

bundesliga.de: Herr Nordtveit, fünf Mal hat die Borussia in der laufenden Saison verloren - immer mit 0:1. In Nürnberg fiel der entscheidende Gegentreffer zudem erst in der 87. Minute. Wie bitter ist die später Niederlage für Sie?

Havard Nordtveit: Es ist jedes Mal furchtbar zu verlieren. Aber so ist eben der Fußball. Wir haben in der ersten Halbzeit besser gespielt, allerdings ohne viele Chancen herauszuspielen.

bundesliga.de: Man hat das Gefühl, dass die Leichtigkeit, die Gladbach zu Beginn der Rückrunde ausgezeichnet hat, etwas verloren gegangen ist. Das schnelle Direktspiel funktioniert nicht mehr so präzise. Woran liegt es?

Nordtveit: Das stimmt. Wir müssen jetzt analysieren, wie wir es im nächsten Spiel wieder besser machen. Ich glaube, dass wir wieder offensiver denken müssen, um Tore zu schießen.

bundesliga.de: Nächste Woche kommt der SC Freiburg in den Borussia-Park. Wie wichtig ist ein Sieg, damit eine Negativspirale erst gar nicht in Gang kommt?

Nordtveit: Wir müssen uns jetzt erst einmal erholen, dann bereiten wir uns ab Dienstag auf das Spiel gegen Freiburg vor. Es stimmt, ein Sieg wäre wirklich wichtig. Aber eigentlich wollen wir jedes Spiel gewinnen...

bundesliga.de: Neben Gladbach haben auch die Bayern und Schalke am Wochenende verloren - das heißt, im Kampf um die Champions-League-Plätze hat sich nicht viel verändert. Wie sieht die Zielsetzung der Borussia aus?

Nordtveit: Wir schauen nicht auf die Konkurrenz. Für das eigene Gefühl ist es immer schlecht zu verlieren, egal wie die anderen gespielt haben. Heute hatten wir zwar viel Ballbesitz, aber nur wenige Chancen. Wir müssen also die Fehler analysieren und wie wir es das nächste Mal besser machen können.

Das Gespräch führte Johannes Fischer