Nach der Auftaktniederlage gegen Tabellenführer 1899 Hoffenheim steht Energie Cottbus vor dem Spiel gegen Hannover 96 mit dem Rücken zur Wand. Will man den Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze verkürzen, muss ein Sieg her.

Im Interview mit bundesliga.de spricht Mittelfeldstratege Ervin Skela über Cottbuser Tugenden und Schwächen, den Heimvorteil im Stadion der Freundschaft und die Erwartungen an die Rückrunde.

bundesliga.de: Zum Saisonauftakt gab es für Cottbus eine Niederlage gegen Hoffenheim. Was muss besser gemacht werden?

Ervin Skela: Wir müssen vor allem bei Fehlern der Gegner wacher sein. Gegen die Top-Teams werden wir uns nicht viele Chancen erspielen können, da muss man einfach da sein. Aber mit einem bisschen mehr Glück geht das Spiel auch anders aus. Nach dem Pfostenschuss von Timo Rost kann es auch 1:1 stehen und dann kann alles passieren.

bundesliga.de: Wie groß ist die Enttäuschung überhaupt nach einer Niederlage gegen Herbstmeister und Tabellenführer?

Skela: Erstmal willst du natürlich jedes Spiel gewinnen und bist über jede Niederlage enttäuscht. Aber gegen so eine gute Mannschaft ist es nicht ganz so schlimm. Die stehen ja nicht umsonst ganz oben.

bundesliga.de: Sie haben in Kaiserslautern sowohl mit Selim Teber als auch mit Boubacar Sanogo zusammengespielt. Was halten sie von Sanogos Transfer zu den Hoffenheimern?

Skela: Bouba ist ein ganz feiner Junge. Mit ihm kann man sehr viel Spaß haben und seine Torjägerqualitäten hat er ja auch schon zur Genüge bewiesen. Da haben die Hoffenheimer einen richtig guten Fang gemacht.

bundesliga.de: Wie steht es um die Einstellung im Team von Energie Cottbus nach der Auftaktniederlage?

Skela: Die Einstellung stimmte auch gegen Hoffenheim. Vom kämpferischen Einsatz und von der Laufbereitschaft her müssen wir uns keinen Vorwurf machen. Die Grundlagen für den Klassenerhalt sind vorhanden. Jetzt müssen wir nur noch ein bisschen besser Fußball spielen.

bundesliga.de: Gerade in der zweiten Halbzeit gegen Hoffenheim kam das Team besser ins Spiel. Braucht man in Cottbus immer erst eine Halbzeitansprache des Trainers?

Skela: Wir hatten auch in der Vorbereitung etliche Spiele, in denen die erste Hälfte nicht gut lief. Da sind wir gedanklich noch nicht richtig auf dem Platz und fangen uns vermeidbare Gegentore ein. Der Trainer beruhigt die Mannschaft dann in der Pause, wir finden in unser Spiel und erarbeiten uns Chancen.

bundesliga.de: Als nächstes empfängt man in Cottbus Hannover 96. Was sind die Erwartungen?

Skela: Hannover ist schon eher eine Mannschaft auf Augenhöhe. Da müssen wir wieder gewinnen. Die direkten Duelle gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte werden zeigen, ob wir in diese Liga gehören oder nicht.

bundesliga.de: Wie wichtig ist für Cottbus der Heimvorteil im Stadion der Freundschaft?

Skela: Wir spielen in der Rückrunde gegen einige unserer Abstiegskonkurrenten zuhause. Das sind die ganz wichtigen Spiele für uns. Wir wollen wie auch letztes Jahr zuhause wieder eine Macht sein.

Das Gespräch führte Daniel Dillmann