München - Es war das Spiel des Jahres, und Borussia Dortmund hat es verloren. Im Viertelfinale des DFB-Pokals unterlag der Deutsche Meister und Pokalsieger von 2012 dem FC Bayern München mit 0:1 und muss nach der Meisterschaft nun auch den zweiten Titel in dieser Saison abhaken.

Im Lager des BVB wog die Enttäuschung nach Spielende schwer. Zu viel Respekt habe man gehabt, sagte Jakub Blaszczykowski nach der Partie in der Allianz Arena, besonders in der ersten Halbzeit. Die musste der polnische Nationalmannschaftskapitän, der angeschlagen in die Begegnung gegangen war, von der Bank aus betrachten, ehe er nach seiner Einwechslung in der 62. Minute noch einmal für Wirbel in der BVB-Offensive sorgen konnte.

Im Interview mit bundesliga.de analysiert der Mittelfeldspieler die Niederlage gegen die Bayern und schaut bereits auf die kommenden Aufgaben in Bundesliga und Champions League voraus.

bundesliga.de: Herr Blaszczykowski, wie schwer wiegt die 0:1-Niederlage beim FC Bayern?

Jakub Blaszczykowski: Schwer. In der ersten Halbzeit haben die Bayern richtig gut gespielt, auch ein Tor geschossen. In der zweiten Halbzeit haben wir besser gespielt, auch Chancen gehabt, aber leider keine genutzt. Daher haben wir das Spiel heute verloren.

bundesliga.de: Woran lag es, dass Ihre Mannschaft in der ersten Halbzeit vor allem offensiv nicht ins Spiel gekommen ist?

Blaszczykowski: Ich denke, wir haben zu viel Respekt vor den Bayern gehabt. Daher haben wir in der ersten Halbzeit nicht so nach vorne gespielt. Das war in der zweiten Halbzeit viel besser. Aber leider haben wir, wie gesagt, kein Tor geschossen.

bundesliga.de: Hat es eine Rolle gespielt, dass der FC Bayern in der Bundesliga 17 Punkte Vorsprung hat? War das in den Köpfen drin?

Blaszczykowski: Nein, nein, das spielt keine Rolle. Egal, was in der Liga passiert, der Pokal ist eine andere Geschichte.

bundesliga.de: Worauf liegt dann in den kommenden Wochen der Fokus? Die Meisterschaft ist durch, der Pokal nun auch.

Blaszczykowski: Das nächste Spiel ist gegen Hannover, darauf konzentrieren wir uns jetzt. Da können wir den nächsten Schritt nach vorne machen. Mittwoch ist dann noch das Spiel gegen Donetsk. Wir müssen schauen, wie das weiter läuft.

bundesliga.de: Wie schätzen Sie die Chancen gegen Donetsk ein? Das 2:2 ist eine gute Ausgangsposition.

Blaszczykowski: Das 2:2 ist eine gute Ausgangsposition, aber es ist trotzdem noch ein langer Weg. Wir müssen in dem Spiel 100 Prozent geben, wenn wir weiterkommen wollen.

Aus der Allianz Arena berichtet Gregor Nentwig