Der FC Bayern lässt im Kampf um die Meisterschaft in Frankfurt wertvolle Punkte liegen. Nach der frühen Führung durch ein Tor von Miroslav Klose kassierten die Münchener in der Schlussphase noch zwei Treffer und verloren mit 1:2.

Sportdirektor Christian Nerlinger stand nach der Partie Rede und Antwort.

Frage: Christian Nerlinger, der FC Bayern hat mit dem 1:2 in Frankfurt einen Fehlstart in die Wochen der Wahrheit hingelegt. Wie bewerten Sie das bittere Ende der Serie von 19 Bundesligaspielen in Folge ohne Niederlage?

Christian Nerlinger: Es ist schade, dass die Serie zu Ende gegangen ist. Ich werde jetzt sicher nicht alles in Schutt und Asche reden. Aber wir haben Probleme mit den vermeintlich kleinen Teams, schon in Köln und Nürnberg haben wir unnötig Punkte verloren. Und auch in Frankfurt haben wir keine Dominanz und zu wenig Torgefahr ausgestrahlt. Wenn man das Spiel über 90 Minuten sieht, dann kann man unterschreiben, dass die Eintracht verdient gewonnen hat.

Frage: Stand das Team möglicherweise noch unter dem Eindruck der Champions-League-Auslosung? Waren die Spiele gegen Manchester bei dem einen oder anderen Bayern-Profi schon im Hinterkopf?"

Nerlinger: In keiner Weise. Die Mannschaft war nach dem Spiel in der Kabine total niedergeschlagen. Für uns ist es sehr wichtig, sofort nach vorne zu blicken. Wir haben am Mittwoch gegen Schalke die Chance, in das DFB-Pokalfinale einzuziehen. Das ist ein Highlight. Bis dahin müssen wir die Niederlage aufgearbeitet und aus den Köpfen haben.

Frage: Bis auf Miroslav Klose spielte das ganze Bayern-Team in Frankfurt weit unter Form. Einen unglücklichen Tag erwischte David Alaba, der das 1:1 durch Juvhel Tsoumou mit einem verunglückten Rückpass einleitete…

Nerlinger: David ist 17 Jahre alt. Es war eine unglückliche Aktion, mehr nicht. Und er wird in seiner langen Karriere sicherlich noch einige Fehler machen.

Frage: In den kommenden drei Wochen sind die Bayern bei den Titelkonkurrenten Schalke und Leverkusen zu Gast. Wie kommen die Bayern auch auswärts wieder in Meisterform?

Nerlinger: Es gibt im Fußball immer mal wieder so Phasen, in denen es nicht so läuft. Aber wir sind der FC Bayern und werden uns gegen unsere direkten Konkurrenten sicher besser präsentieren. Daran werden wir arbeiten. Und zum Glück haben wir ja gleich das nächste wichtige Spiel gegen Schalke am Mittwoch.