Horst Heldt arbeitet ab sofort für den FC Schalke 04. Das bisherige Vorstandsmitglied des VfB Stuttgart unterschrieb einen Vertrag bei den "Königsblauen" bis zum 30. Juni 2013 und ist im nun wieder dreiköpfigen Vorstand des Clubs für den Bereich Sport/Marketing zuständig. Felix Magath verantwortet das Feld Sport und Kommunikation, Peter Peters ist für Finanzen sowie die Verwaltung zuständig.

"Wir haben ja schon im vergangenen Jahr miteinander geliebäugelt", sagte Clemens Tönnies, Aufsichtsrats-Vorsitzender der "Königsblauen". "Mit seiner Verpflichtung haben wir auf den gewaltigen Arbeitsanfall reagiert, den der sportliche Erfolg der vergangenen Saison mit sich bringt."

Felix Magath hat nun einen langjährigen Weggefährten an seiner Seite: Der heute 40-jährige Heldt hatte bei Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart zunächst als Spieler, später als Sportdirektor mit seinem neuen Vorstandskollegen zusammengearbeitet. "Wir kennen uns seit zehn Jahren, der Kontakt ist nie abgerissen", erklärte Magath, der vor Jahren bereits versucht hatte, Heldt zum VfL Wolfsburg zu lotsen und sich über die Verstärkung freut:

Schalke soll feste Größe in Europa werden

"Ich hatte ja schon vor Monaten erwähnt, dass ein dritter Vorstand nötig ist, um die angefallenen Aufgaben vernünftig regeln zu können. Ich bin sicher, dass wir zusammen gute Arbeit für Schalke leisten werden."

"Felix Magath war mir immer ein guter Ratgeber, wir haben großes Vertrauen zueinander", erklärte Heldt. "Er ist der Trainer und damit die wichtigste Person im Verein. Ich halte nichts davon, einen Spieler zu verpflichten, den ein Trainer nicht haben möchte."

Im sportlichen Bereich gibt es jedenfalls eine Menge zu tun, wie Magath betonte: "Schalke 04 ist in der Champions League vertreten und soll auch künftig internationalen Ansprüchen genügen. Wir haben den Anspruch, dass der Verein dauerhaft eine feste Größe wird."

Keine finanzielle Belastung für die "Knappen"

Nach einem morgendlichen Rundgang durch die S04-Geschäftsstelle wurde dem Neu-Knappen die erste Aufgabe schon deutlich: "Ich muss mir erst einmal eine Menge Namen merken. Aber im Ernst: Ich freue mich auf meine Arbeit und bin sehr beeindruckt", sagte Heldt. "Schalke ist ein großer Verein mit einer großartigen Tradition. Ich möchte dazu beitragen, dass der Club weiter vorwärts kommt und seine Ziele verwirklicht. Der letzte Meistertitel ist ja eine Weile her. Ich hoffe, den nächsten werde ich in meiner Zeit hier erleben."

Heldt sagte, er habe eine neue Herausforderung gesucht. "Ich hatte nach meiner Profi-Karriere vier schöne, erfolgreiche Jahre als Sportdirektor. Ich habe dem Verein viel zu verdanken, denke aber, dass ich dies auch mit Arbeit und Leistung zurückgezahlt habe", sagte Heldt, der mit den Schwaben jedes Jahr den internationalen Wettbewerb erreichte und 2007 Deutscher Meister wurde.

Eine Ablöse für Heldt wurde nicht gezahlt, betonte Clemens Tönnies: "Wir haben eine einvernehmliche Lösung gefunden und mit dem VfB Stuttgart ein Freundschaftsspiel vereinbart. Es entsteht keine finanzielle Belastung für uns."