München - Augsburg hält nach nur neun Punkten nach 17 Hinrundenspielen doch noch direkt die Klasse. Coach Markus Weinzierl ist nach dem entscheidenden 3:1-Erfolg seiner Mannschaft über Greuther Fürth überglücklich. Düsseldorfs Trainer Norbert Meier betreibt hingegen unmittelbar nach dem Abstieg seiner Mannschaft Ursachenforschung.

FC Augsburg - SpVgg Greuther Fürth 3:1

Trainer Markus Weinzierl (FC Augsburg): "Es war ein dramatisches Finale. Mit einem Elfmeter zu starten, das war Adrenalin pur. Aber es war dann auch der Türöffner für dieses Spiel. Wir haben Nervosität gezeigt, uns dann aber gefangen. Die Mannschaft hat es sensationell gemacht. Es ist eine unheimliche Erleichterung heute. Wir waren an Weihnachten totgesagt, in einer Scheiß-Situation. Umso schöner ist es, wenn es doch noch klappt. Wir haben ein kleines Wunder vollbracht."

Trainer Frank Kramer (SpVgg Greuther Fürth): "Ich hätte gern gesehen, was bei Augsburg in Sachen psychischer Verfassung passiert wäre, wenn wir durch den Elfmeter in Führung gegangen wären. Augsburg hatte Probleme reinzukommen, hat sich dann aber reingebissen. Es wäre vermessen, jetzt gleich den Wiederaufstieg anzupeilen. Wir müssen erst eine neue Mannschaft bauen, es muss wachsen."


Hannover 96 - Fortuna Düsseldorf 3:0

Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): "Das war eine finstere Gefühlslage nach dem Spiel. Wir wissen alle, dass es in der Bundesliga am letzten Spieltag immer mal kuriose Ergebnisse gibt. Wir können davon auch ein Lied singen. Aber wir hatten heute damit nichts zu tun. Die Jungs haben das heute sehr gut gemacht. Wir hatten Schnelligkeit im Spiel und haben leidenschaftlich gearbeitet. Wir waren effektiv vor dem Tor und haben am Ende zu Null gespielt. Wir sind unter den Top Ten der Bundesliga gelandet. Das ist ein ordentliches Ergebnis, auch wenn wir uns alle mehr erhofft haben und wünschen würden. Unser Anspruch war sicherlich, ein bisschen höher zu spielen. Der Fortuna wünsche ich den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga."

Trainer Norbert Meier (Fortuna Düsseldorf): "Für uns ist das ganz bitter, wenn du 33 Spieltage nicht auf einem Abstiegsplatz gestanden hast und nur ein Mal auf dem Relegationsplatz und dann am letzten Spieltag auf dem vorletzten Platz landest. Aber letzlich lügt die Tabelle nicht nach 34 Spieltagen. Auch das Spiel gegen Hannover war wieder charakteristisch. Wir haben sicherlich kein schlechtes Spiel gemacht. Die Mannschaft hat im Rahmen ihrer Möglichkeiten sogar viele Möglichkeiten herausgespielt. Aber was Effizienz, Effektivität, Ruhe vor dem Tor angeht, haben uns das die Hannoveraner heute deutlich vorgemacht, wie man diese Situationen ausspielt. Ich bin weder als Spieler noch als Trainer abgestiegen bisher. Glauben Sie mir: Es fühlt sich nicht gut an."


Hamburger SV - Bayer Leverkusen 0:1

Trainer Thorsten Fink (Trainer Hamburger SV): "Wir haben kämpferisch eine super Leistung geboten und alles versucht. Aber Leverkusen steht nicht umsonst da oben, sie standen gut und sicher. Ich bin nicht enttäuscht, insgesamt haben wir eine ordentliche Saison gespielt und bis zuletzt um Europa gekämpft. Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen. Letztes Jahr haben wir gegen den Abstieg gekämpft. Mit unserer Entwicklung bin ich zufrieden."

Sascha Lewandowski (Trainer Bayer Leverkusen): "Der HSV war giftig und hat viel Druck aufgebaut. Wir haben uns dann ins Spiel gekämpft, wurden besser und hatten unsere Chancen. Das 1:0 war verdient. Kompliment an meine Truppe, die in den vergangenen Wochen einen starken Charakter gezeigt hat."


Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim 1:2

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Eine Stunde lang haben wir überragenden Fußball gespielt, waren jedoch in der letzten Zone nicht konsequent genug. Wir haben aus unseren Möglichkeiten zu wenig gemacht. Die Elfmeter waren berechtigt, zum nicht gegeben 2:2 kann ich nichts sagen. Wir machen nun einen dicken Strich unter die Bundesliga-Saison und wollen nunmehr sehen, dass alle Spieler für das Endspiel fit werden."

Trainer Markus Gisdol (1899 Hoffenheim): Nach 60 Minuten konnten wir glücklich sein, dass es nur 0:1 stand. Dortmund hatte eine Vielzahl von großen Chancen. Wir wussten, dass sich unsere Chancen erhöhen, je länger wir im Spiel bleiben. Die Schlussphase war sehr emotional. Wir freuen uns, dass wir nun noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben."


SC Freiburg - FC Schalke 04 1:2

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Schalke 04 hat extrem defensiv gespielt, und ich bin sehr stolz, dass Schalke 04 so gegen den SC Freiburg spielt - das ist eine Auszeichnung. Ich ärgere mich sehr, dass wir sie so eingeladen haben zum Toreschießen. Das Ergebnis zählt heute, nicht die bessere Mannschaft hat gewonnen. Aber wir haben ja auch schon mal gewonnen, obwohl wir nicht besser waren."

Jens Keller (Trainer Schalke 04): "Wir sind überglücklich, dass wir unser Ziel erreicht haben. Wir haben sicherlich kein gutes Spiel gemacht, aber anhand der klareren Chancen war es nicht ganz unverdient. Unter dem Strich zählt das Ergebnis. Wir haben in den letzten Wochen anders gespielt und sind oft bestraft worden."


Borussia Mönchengladbach - FC Bayern München 3:4

Trainer Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): "Es war wie in der ganzen Saison: Wir können gut Fußball spielen, aber plötzlich vergessen wir, gut zu verteidigen. Wir sind dann unfähig, den Ball zu behalten. Sieben Tore, 3:1 geführt, das war schön. Aber es gibt enorm viel zu tun, technisch, taktisch. Da müssen wir ein wenig überlegen."

Trainer Jupp Heynckes (Bayern München): "Die ersten zehn Minuten sind nicht so abgelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Ich hatte das Gefühl, dass die Mannschaft noch bei der Meisterfeier ist. Aber die Truppe hat sich nicht beeindrucken lassen, wir haben das Spiel peu a peu in den Griff bekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir so gespielt, wie wir es gewohnt sind. Ich habe gemerkt, dass meine Spieler für mich gewinnen wollten. In der Besprechung habe ich gesagt, dass das mein letztes Bundesligaspiel sein wird, da, wo ich 1964 begonnen habe. Ich habe gemerkt, dass sich die Spieler nachher gefreut haben, dass sie mir das Geschenk gemacht haben."


Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg 2:2

Trainer Armin Veh (Eintracht Frankfurt): "Ich habe keinen Bock auf eine Spielanalyse. Ich möchte mich einfach bedanken bei meiner Mannschaft und allen, die dazu beigetragen haben. Wir haben eine tolle Saison gespielt und sind als Team aufgetreten. Das war jetzt die Krönung. Für die Fans ist das etwas Besonderes. Wir freuen und richtig auf die Spiele, die da kommen. Ich bin aber jetzt froh, dass Urlaub ist, ich bin platt."

Trainer Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg): "Die Eintracht hat heute eine tolle Saison gekrönt. Wenn man als Aufsteiger so durchstartet, ist es verdient. Meine Mannschaft hat heute ein überragendes Spiel gemacht, aber wir hätten gewinnen müssen. Mit der Leistung war ich aber absolut einverstanden."


VfB Stuttgart - FSV Mainz 05 2:2

Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): "Ich hätte das Spiel gerne gewonnen, aber dafür war unsere Leistung in der ersten Halbzeit nicht gut genug."

Trainer Thomas Tuchel (Mainz 05): "Das war noch mal ein Spiegelbild dieser Saison. Wir haben gut begonnen, dominant, haben gut umgeschaltet und hätten höher führen müssen. Dann machen wir zwei individuelle Fehler und gleichen noch mal aus. Am Ende hatten wir leider nicht die letzte Durchschlagskraft und Qualität, um das Spiel zu gewinnen."


1. FC Nürnberg - Werder Bremen 3:2

Trainer Michael Wiesinger (1. FC Nürnberg): "Es war für uns ein verdammt wichtiger Sieg, auch wegen der Fans. Wir wollten in der ersten Halbzeit mutiger sein, da hat Bremen gut gespielt. Kevin de Bruyne, ein Klassespieler, hat da den Unterschied gemacht. Dass wir aber in der zweiten Halbzeit so aufdrehen und das Spiel noch für uns entscheiden, ist absolute Klasse - großes Lob an die Mannschaft. Wir haben eine Mannschaft, die total intakt ist, mit großer Moral."

Interimstrainer Wolfgang Rolff (Werder Bremen): "Wir sind ganz gut ins Spiel gekommen und haben frühzeitig gespürt, dass das bei Nürnberg nicht der Fall war. Die Führung war verdient, aber wir haben das 2:0 verpasst - auch, weil wir einen möglichen Elfmeter nicht bekommen haben. Wenn es gefallen wäre, hätte Nürnberg wohl nicht mehr die Kraft gehabt, zurückzukommen. Bei den Standards konnten wir leider nicht gegenhalten, da ist das Spiel gekippt."