Köln - Wenn am Freitagabend um 20.30 Uhr der Anpfiff der Partie zwischen dem SC Freiburg und Rekordmeister FC Bayern München ertönt, rollt der Ball in der Bundesliga endlich wieder übers Grün. Nach über vier Wochen Pause. Oder 29 Tagen, 22 Stunden, 36 Minuten und 41 Sekunden - also mehr als vier Wochen, als 718 Stunden, als 43.100 Minuten, als 2,5 Millionen Sekunden. In anderen Worten: Höchste Zeit!

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16 Spiele sind in der 54. Bundesliga-Saison absolviert - 18 Partien haben die Clubs also noch Zeit, ihre Ziele zu erreichen. Vorne kämpfen die Bayern und RB Leipzig um die Tabellenspitze, um die internationalen Plätze spielen gleich eine gute Handvoll Mannschaften. Nicht zu vergessen, dass im FC Schalke 04, dem VfL Wolfsburg oder Borussia Mönchengladbach Teams mit größerer Ambition ihre Aufholjagden in Angriff nehmen. Etwas mehr als die Hälfte der Spielzeit haben die Clubs noch vor sich. Schon jetzt lässt sich vorhersagen, dass Spannung garantiert ist - der 17. Spieltag bietet direkt einige vielversprechende Vergleiche.

David empfängt Goliath

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An der Dreisam werden kleinere Brötchen gebacken als an der Isar. Wenn Freiburg gegen Bayern das Bundesliga-Kalenderjahr 2017 eröffnet, sind die Rollen klar verteilt. Holt der Tabellenführer auch "nur" einen Zähler, feiert er die Hinrundenmeisterschaft. Für die Münchner wäre das zum 22. Mal der Fall - einsamer Rekord. 18 von 21 Mal wurde der Club von der Säbener Straße im Anschluss auch Deutscher Meister.

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Der SC hat allerdings schon einmal gezeigt, dass er dem Rekordmeister trotzen kann: Am 16. Mai 2015 stand es im Schwarzwald bis zur 89. Minute 1:1-Unentschieden - dann traf Nils Petersen zum 2:1-Sieg für die Mannschaft von Trainer Christian Streich. In Form ist Freiburg momentan auch noch: Vier ungeschlagene Spiele in Serie und ein beeindruckender achter Platz mit 23 Punkten sprechen eine deutliche Sprache.

BVB startet den Angriff

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"Punkte, Punkte, Punkte", will Thomas Tuchel im neuen Jahr. Rang sechs ist dem Coach von Borussia Dortmund zu wenig - die direkte Qualifikation zur Königsklasse ist das Ziel, beim SV Werder Bremen soll der Grundstein dafür gelegt werden. Seit 2004 setzt Dortmund seine Neujahrsvorsätze auch stets konsequent um - seitdem hat die Borussia das erste Bundesliga-Spiel im Januar nicht verloren. Mit Bremen trifft der BVB auf einen Lieblingsgegner: Neun der letzten zehn Duelle gewannen die Westfalen.

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An der Weser läuft's in jüngster Vergangenheit allerdings: Der SVW ist seit fünf Spielen ungeschlagen, länger nur Hoffenheim. Ein gutes Vorzeichen für Werder: Pierre-Emerick Aubameyang, mit 16 Toren nach 16 Partien Top-Torjäger im Oberhaus, traf im grün-weißen Norden noch nie.

Zweiter gegen Vierter

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Das Top-Spiel am Samstagabend um 18.30 Uhr wird seiner Bezeichnung mehr als gerecht: RB empfängt Eintracht Frankfurt, es kommt also zum Vergleich zweier Aspiranten auf das internationale Geschäft. Die Sachsen sind mit 36 Zählern und einer Tordifferenz von +16 zu diesem Zeitpunkt der beste Aufsteiger aller Zeiten, die Hessen mit 29 Zählern besser als je zuvor im Zeitalter seit Einführung der Drei-Punkte-Regel. Zwischen Leipzig und Frankfurt verspricht das erste Pflichtspiel überhaupt gleich ein Aufeinandertreffen zweier Spitzenmannschaften.

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Baut die TSG ihre Serie aus?

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Eine weitere Frage, die uns der 17. Spieltag beantworten wird: Bleibt die TSG 1899 Hoffenheim ungeschlagen? Nachdem Champions-League-Sieger Real Madrid am Sonntag verlor, sind die Kraichgauer in Europas Top-Ligen das einzige Team ohne Niederlage. Gegen den FC Augsburg will 1899 seine Serie weiter ausbauen.

>>> Mit Video: Nur Hoffenheim noch ungeschlagen