Zu Beginn des Trainingslagers in Donaueschingen hat sich SV Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Allofs Zeit genommen, um ein paar Details zum Interesse am brasilianischen Mittelfeldspieler Wesley preis zu geben. Wesley hatte in der vergangenen Woche im Mittelpunkt intensiver Verhandlungen gestanden.

"Seine Berater waren in Bremen und wir haben in drei Tagen versucht, die nicht ganz einfache Konstellation auf die Reihe zu bekommen", so Werders Geschäftsführer, der bestätigte, dass die Transferrechte für Wesley auf verschiedene Parteien aufgeteilt sind.

"Santos will den Spieler eigentlich nicht abgeben"

Die Gesprächspartner aus der Vorwoche halten davon 40 Prozent. "Für diesen Anteil hätten wir jetzt eine Lösung in der Schublade. Jetzt müssen wir abwarten, was diese Delegation in Brasilien beim FC Santos erreicht", meinte Allofs weiter.

Werder braucht Geduld, weiß Allofs, der die Ursachen dafür so erklärt: "Der FC Santos will den Spieler eigentlich nicht abgeben, das war in der Vergangenheit so und hat sich bis jetzt auch nicht geändert. Wir müssen das erst einmal akzeptieren. Ich kann es auch nachvollziehen. Sie spielen gerade die Meisterschaft und haben zwei wichtige Spiele für die Copa Libertadores, die südamerikanische Champions League, vor der Brust. Da will keiner auf so einen wichtigen Spieler verzichten."

Keine schlechten Aussichten

Doch auch die Wünsche des Spielers gilt es zu beachten. Allofs sagte weiter: "Fakt ist, dass der Spieler unbedingt nach Europa möchte. Und wir wollen 100 Prozent der Transferrechte."

Die Ausgangsposition von Werder sieht Allofs trotz des Geduldsspiels nicht so schlecht. "Wir haben auch jetzt schon eine starke Mannschaft. Das fällt nicht mit der Verpflichtung oder dem Scheitern der Verpflichtung von Wesley. Aber er ist einer der interessanten Spieler, nach denen wir immer unsere Augen offen halten. Er wäre ein Spielertyp, den wir so noch nicht im Kader haben. Er könnte ein neues Element in unser Spiel einbringen."