Bremen - Die drei Gegentreffer von der 0:3-Niederlage gegen Mainz 05 waren noch nicht verdaut, da kamen am Sonntagmorgen gleich vier weitere Hiobsbotschaften für den SV Werder hinzu: Naldo und Philipp Bargfrede fallen mit Muskelfaserissen aus, Sokratis plagen Knieprobleme und Onur Ayik muss sogar erneut operiert werden.

Das Verletzungspech bleibt vor allem dem Brasilianer Naldo mehr als treu. Nachdem er nach seiner Einwechslung gegen die Mainzer mit 82 Prozent gewonnenen Zweikämpfen direkt ein belebendes Element für die Werder-Defensive war, fällt Naldo nun wiederum aus. "Es ist ein Muskelfaseriss des rechten Hüftbeugers. Wenn Naldo in 14 Tagen wieder bei der Mannschaft sein kann, wäre das schon gut", erklärte Mannschaftsarzt Dr. Götz Dimanski.

"Habe gemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt"



"Das ist wirklich bitter, ich habe mich so über mein Comeback gefreut und wollte der Mannschaft in den nächsten Spielen helfen. Jetzt kommt eine englische Woche, die ich wohl komplett verpasse", ärgerte sich Naldo über seinen erneuten Ausfall. Ebenso bitter ist die Verletzung von Philipp Bargfrede. "Ich habe nach dem Spiel gemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt", konnte sich der defensive Mittelfeldspieler aber an keine besondere Situation der Verletzungsentstehung erinnern. Die Diagnose lautet auch bei ihm: Muskelfaseriss im linken Oberschenkel. "Bei Philipp sieht die Verletzungsdauer ähnlich wie bei Naldo aus", konnte Dr. Dimanski leider keine Entwarnung geben.

Auch Sokratis fehlte am Sonntag beim Training. "Sokratis hat gegen Ende der Partie einen Schlag auf das linke Knie bekommen. Wir hoffen, dass er im Laufe der Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann", gab Cheftrainer Thomas Schaaf bekannt.

Viel schlimmer kam es für Onur Ayik. Er musste am Freitag das Training mit schmerzverzerrter Miene abbrechen, jetzt folgte die bittere Diagnose: Der grade erst nach seinem Kreuzbandriss zurückgekehrte Mittelfeldspieler muss erneut operiert werden. "Onur hat einen Innenbandriss sowie Innenmeniskusriss im rechten Knie erlitten, am Donnerstag folgt die OP", musste der Mannschaftsarzt auch hier die bittere Botschaft überbringen.