Belek - Mit viel Selbstvertrauen für den Abstiegskampf im Gepäck tritt Werder Bremen die Heimreise an. Alle drei Testspiele während des Trainingslagers im türkischen Belek konnte der Tabellen-16. gewinnen.

Nach dem 3:2 gegen Energie Cottbus und dem 3:1 über den saudi-arabischen Klub Al-Fujairah SC erzielte Werder auch beim abschließenden Härtetest gegen den Liga-Konkurrenten Borussia Mönchengladbach drei Treffer. Beim 3:2-Erfolg über den Europa-League-Starter drehten die Hanseaten einen 0:2-Pausenrückstand. "Dieser Sieg war hoch verdient. Darauf können wir aufbauen", zeigte sich Felix Kroos "sehr zufrieden" mit der Partie. 

Jugend-Stil erfolgreich

"Ich kann meiner Mannschaft nur gratulieren. Wir haben nach vorne gespielt, auch wenn noch nicht alles geklappt hat. Am Ende können wir uns mit positiver Laune verabschieden. Darüber bin ich sehr glücklich", lautete das Fazit von Viktor Skripnik. "Das ist gut fürs Selbstvertrauen."

Gegen die Fohlen zeigte sich erneut, dass das Jugend-Experiment des Trainers greift. Neben Leverkusen-Leihgabe Levin Öztunali (18/sechs Einsätze in der Bundesliga) kamen gegen Gladbach mit Levent Aycicek (20/5), Melvin Lorenzen (20/2), Marnon Busch (20/7), Janek Sternberg (22/2), Maximilian Eggestein (18/1), Davie Selke (19/14) und Lukas Fröde (19/0) gleich sieben weitere Spieler zum Einsatz, die Skripnik schon in der U23 der Hanseaten betreut hat.

"Auf die richtige Mischung kommt es an"

"Wir kennen uns alle aus der U23. Das ist ein Riesen-Vorteil", so U-19-Europameister Selke. "Aber natürlich brauchen wir auch ein paar erfahrene Spieler. Auf die richtige Mischung kommt es an."

Und die scheint der Coach gefunden zu haben. In einer "Skripnik-Tabelle" liegen die Bremer auf Europa-League-Kurs. Nach nur vier Punkten an den ersten neun Spieltagen holten die Hanseaten in den acht Spielen unter dem 45-Jährigen stolze 13 Punkte. Nur Rekordmeister Bayern München, der VfL Wolfsburg, Schalke 04 und der FC Augsburg konnten in diesem Zeitraum mehr Zähler einfahren.

Optimistisch in die Rückrunde

"Unter Viktor Skripnik haben wir ausreichend Punkte geholt, um in der Liga zu bestehen. Er hat mutig auf Nachwuchskräfte gesetzt. Das entspricht unserer Philosophie", lobte der Vorstands-Vorsitzende Marco Bode gegenüber den mitgereisten Journalisten den Trainer.

Grund genug, beim Sechzehnten der Tabelle, optimistisch in die Zukunft zu schauen.

Aus Belek berichtet Jürgen Blöhs