München - 4:1 gewonnen, den Sieg in Gruppe F eingetütet, etliche Stammspieler geschont. Sieht man von der Roten Karte gegen Jerome Boateng ab, ist die Champions-League-Partie gegen BATE Borisov für den FC Bayern nach Plan verlaufen. Maßgeblichen Anteil daran hatte Xherdan Shaqiri.

Der 1,69 Meter große Schweizer bereitete die Führung durch Mario Gomez mit einem impulsiven Dribbling und einer Maßflanke vor und erzielte ein weiteres Tor selbst. Eine bessere Bewerbung für einen Stammplatz hätte Shaqiri bei Trainer Jupp Heynckes wohl kaum abgeben können. Im Interview spricht der 21-Jährige über seinen Kopfballtreffer zum 3:0, das Zusammenspiel mit Gomez und die Bundesligapartie in Augsburg.

Frage: Herr Shaqiri, Sie waren mit einem Tor und einer Vorlage der Mann des Spiels. Wie fühlt es sich an, wenn man in die erste Elf rückt und dem Trainer zeigt, was man wirklich kann?

Xherdan Shaqiri: Natürlich wollten insbesondere die Spieler, die ins Team gerückt sind, eine gute Leistung zeigen. Das ist aber nicht nur mir gelungen. Mario Gomez hat zum Beispiel richtig gut gespielt, aber auch andere.

Frage: Sie haben beim 3:0 als Kopfballungeheuer brilliert. Wie oft ist Ihnen das schon gelungen?

Shaqiri: Ich glaube, bei Basel habe ich kein Kopfballtor gemacht! Wahrscheinlich ist das mein erstes überhaupt.

Frage: Haben Sie ihren Gegenspieler gesehen? Der war ja drei Köpfe größer und ist vier Etagen höher gesprungen.

Shaqiri: Ich bin schon auch ein bisschen hochgesprungen. Die Flanke war perfekt auf meinen Kopf getimt und dann musste ich eigentlich nicht mehr viel machen, außer den Ball reinzunicken.

Frage: Hat der FC Bayern ein neues Traumduo im Angriff? Mario Gomez und Xherdan Shaqiri? Sie haben ja heute zwei Mal wunderbar kombiniert.

Shaqiri: Klar hatten wir heute gute Aktionen. Aber es ist eigentlich egal, wer vorne spielt. Jeder Stürmer hat bisher gute Leistungen gezeigt: Ob Mario Mandzukic, Claudio Pizarro oder Gomez. Das macht es dem Trainer nicht leicht.

Frage: Am Wochenende geht es für den FC Bayern in der Bundesliga beim FC Augsburg weiter. Wird diese Aufgabe schwieriger als Borisov?

Shaqiri: Augsburg wird sich ähnlich wie Borisov hinten reinstellen und auf Konter lauern. Auch wenn wir nicht gleich in der Anfangsphase ein Tor schießen, müssen wir die Ruhe bewahren und geduldig auf die nächste Chance warten.

Frage: Wie feiert ein Schweizer so ein Tor wie heute? Gibt es Schoki zum Nikolaus?

Shaqiri: Ich feiere natürlich nicht groß. Am Wochenende geht es ja schon wieder weiter.

Aus der Allianz Arena berichtet David Schmidt