Köln – Am Samstag greifen Union Berlin, der FC St. Pauli, der 1. FC Nürnberg und der FSV Frankfurt wieder ins Geschehen der 2. Bundesliga ein. Alle vier Teams verabschiedeten sich mit einer Niederlage in die Länderspielpause und haben dementsprechend etwas gut zu machen. Wer hat die zwei Wochen Pause am besten genutzt? Die Antwort liegt – wie immer - auf dem Platz.

"Die Zeit war für die Jungs gut zum Durchpusten. Wir hatten einige angeschlagene Spieler, die sich in den letzten beiden Wochen auskurieren konnten", kam Ewald Lienen vom FC St. Pauli die längere Vorbereitungszeit gelegen. In Berlin will der FC St. Pauli nach zwei sieglosen Partien wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Mit einem Dreier würden die Kiezkicker zumindest bis Sonntag zum Spitzenduo der 2. Bundesliga aufschließen.

St. Pauli fährt mit Respekt in die Hauptstadt

Die Aufgabe in der Hauptstadt wird aber alles andere als einfach. "Berlin hat eine hungrige Truppe, die zeigen will, dass sie zu Unrecht nicht weiter oben steht und uns daher alles abverlangen wird", erwartet Lienen einen starken Gegner. Nicht mitwirken können weiterhin Sören Gonther (Muskelbündelriss), Enis Alushi (Muskelfaserriss) und Ryo Miyiachi (Kreuzbandriss).

Lienens Gegenüber Sascha Lewandowski muss auf Fabian Schönheim und Adrian Nikci verzichten. Er erwartet defensivstarke Gäste, die versuchen werden, mit schnellem Umschaltspiel zum Erfolg zu kommen. Dabei zielte das Training in der Vorbereitung sowohl auf die Verbesserung der spielerischen Momente als auch der mentalen Stärke. "Natürlich soll sich unsere Spielstruktur verbessern. Darüber hinaus wollen wir allerdings auch stressresistenter werden und nach Negativmomenten im Spiel belastbarer sein."

Wer springt nach oben?

Wer in Nürnberg gewinnt, dürfte am Ende des Spieltags in der oberen Tabellenhälfte stehen. Beim Kampf um einen einstelligen Tabellenplatz muss der 1. FC Nürnberg auf den rotgesperrten Georg Margreitter sowie die verletzten Junior Mössmer und Sebastian Kerk verzichten. Trotzdem sieht der FCN-Trainer für das Spiel gegen Frankfurt gerüstet. Klar ist bereits, wer gegen den FSV das Tor hüten wird: "Raphael Schäfer wird am Samstag im Tor stehen", legte sich Weiler fest.

Gleich zwei gesperrte Spieler muss FSV-Coach Thomas in Nürnberg ersetzen. „Jetzt haben andere Spieler die Chance, sich ins Rampenlicht zu spielen“, hat Thomas Oral vertrauen in die Spieler, die Joan Oumari und Manuel Konrad ersetzen werden. Besonders Florian Ballas hat er für eine tragende Rolle im Auge. Zuletzt stand der Innenverteidiger am 1. Spieltag gegen RB Leipzig in der Startformation. Beim Club wird er seine Bewährungschance erhalten. Nutzt er sie, geht der FSV Frankfurt in der Tabelle an Nürnberg vorbei.