Wolfsburg - Gegen den OSC Lille bestreitet der VfL Wolfsburg (ab 18:45 Uhr im Liveticker auf bundesliga.de) nach vier Jahren erstmals wieder ein Heimspiel in einem internationalen Wettbewerb. Cheftrainer Dieter Hecking wies auf der Pressekonferenz vor der Partie auf die Wichtigkeit eines positiven Ergebnisses hin: "Nach dem Spiel gegen Everton ist die Stimmung noch etwas gedämpft. Wir stehen schon ein bisschen unter Druck", betonte der Wölfe-Coach.

"Ich bleibe dabei, dass unsere Gruppe die beste im Wettbewerb ist. Die Konkurrenz ist groß. Umso wichtiger ist es, dass wir  gegen Lille wichtige drei Punkte einfahren - egal wie." Unterstützung dafür erwartet Hecking auch von den Rängen: "Unsere Fans freuen sich auf das Spiel. Ich bin mir sicher, dass sie von den Rängen alles geben werden, wie schon am Wochenende gegen Bremen.“

Franzosen stark in der Defensive

Wie gewohnt wurde der Gegner bereits ausgiebig unter die Lupe genommen. "Lille steht in der Defensive sehr gut, was man daran sieht, dass sie in Frankreich erst zwei Gegentore bekommen haben. Nach vorne spielen sie sehr geradlinig und haben mit ihren kleinen wendigen Spielern ein sehr gutes Umschaltspiel."

Im Besonderen ging der VfL-Trainer auf Offensivmann Divock Origi ein: "Er kann den Unterschied ausmachen – wenn man ihm den Raum dazu gibt." Entsprechend wenig Platz zur Entfaltung sollen die Franzosen erhalten: "Geben wir Lille den kleinen Finger, werden sie die ganze Hand nehmen. Sie sind in der Lage aus wenig sehr viel zu machen."

"Sinnbild für den deutschen Fußball"

Respekt herrscht auch beim Gegner. So hat Lille-Coach Rene Girard beim VfL die größte Stärke in der mannschaftlichen Geschlossenheit erkannt. "Wolfsburg kommt sehr stark übers Kollektiv. Wenn ich einen Mannschaftsteil herausheben müsste, wäre es sicher das Mittelfeld." Der ehemalige französische Nationalspieler sieht die Wölfe als eine "sehr ausgewogene Truppe, die mit ihrer Spielweise sinnbildlich für den deutschen Fußball steht."