München - Knapp ein Viertel der Saison ist schon wieder Geschichte - mit einigen altbekannten Mustern und der ein oder anderen Überraschung. Dass der FC Bayern in der Tabelle vorneweg marschieren würde, konnte man eher erwarten, als den imposanten Saisonstart des vormaligen Abstiegskandidaten Borussia Mönchengladbach.

Doch wussten Sie, dass der 1. FC Köln die beste Trefferquote aller Bundesligisten hat, Gladbach aber häufig die Nerven versagen? Und dass Hannover 96 die drittwenigsten Pässe spielt? bundesliga.de nimmt die die ersten acht Spieltage genau unter die Lupe und zieht ein Zwischenfazit aus statistischer Sicht.



Köln eiskalt - Kaiserslautern nervenschwach

Trefferquote


Wer hätte das gedacht? Der 1. FC Köln ist bislang vor dem gegnerischen Kasten effektiv wie keine andere Bundesligamannschaft. Jeder fünfte Torschuss zappelt bei den "Geißböcken" im Netz. Mit Schalke 04, dem FC Bayern und Werder Bremen folgen in dieser Rangliste Mannschaften, die auch in der Bundesligatabelle oben zu finden sind. Die Münchner, die bereits 21 Tore erzielt haben, befinden sich mit 16,2 Prozent Trefferquote diesbezüglich auf dem dritten Platz.

Am Ende dieser Tabelle steht mit Borussia Mönchengladbach ein Team, das man eigentlich weiter oben erwartet hätte: Marco Reus und Co. verballerten bislang jede Menge Torchancen und befinden sich in Sachen Trefferquote nur auf dem drittletzten Rang. Lediglich Augsburg und Kaiserslautern gehen mit den eigenen Möglichkeiten noch fahrlässiger um. Auch Borussia Dortmund hat diesbezüglich noch großes Steigerungspotenzial - nicht einmal jeder zehnte Torschuss des BVB war drin.

Torverteilung

Für die "Knappen" beginnt ein Spiel offenbar erst nach der Halbzeitpause so richtig. Ganze vier Treffer erzielten sie in den ersten 45 Minuten - und damit halb so viele wie etwa Mainz oder Hoffenheim. Doch mit Wiederanpfiff rollen die S04-Angriffe - bisher klingelte es schon 13 Mal in der zweiten Halbzeit. Da muss sogar der FC Bayern passen, der ab der 46. Minute auf elf Treffer kommt, sich jedoch schon vor dem Seitenwechsel ordentlich ins Zeug legt (zehn Tore).

Das genaue Gegenteil von Schalke ist Hannover 96 mit acht Treffern vor und nur zwei nach der Pause. Der BVB kommt dagegen ebenfalls erst nach dem Seitenwechsel so richtig in Torlaune - 69 Prozent aller Dortmunder Treffer fallen in Halbzeit zwei.

Passgenauigkeit

Der deutsche Rekordmeister kombiniert sich meistens zielsicher durchs gesamte Spielfeld. Mit 87 Prozent Passgenauigkeit haben die Münchner den besten Wert nach acht Spieltagen - gefolgt von Leverkusen (85 Prozent) und Dortmund (84 Prozent). Zudem ist auch unter Bayerns Cheftrainer Jupp Heynckes noch die alte Louis-van-Gaal-Maxime zu beobachten: Der FCB spielt mit Abstand die meisten Pässe (4473). Nur Dortmund kommt mit 3972 Zuspielen in die Reichweite der Münchner.

Die wenigsten Pässe (2173) spielte bislang der FC Augsburg, am schlampigsten erwies sich in den ersten acht Spieltagen der 1. FSV Mainz 05 mit einer Passgenauigkeit von 72 Prozent. Das auf Konter angelegte Spiel von Hannover 96 lässt sich aus dieser Statistik ebenfalls herauslesen - die Niedersachsen haben die drittwenigsten Pässe aller Bundesligisten gespielt. Ihre Devise lautet: Ruckzuck durchs Mittelfeld kombinieren und möglichst schnell den Torabschluss suchen.