Wenn eine Mannschaft die spanische Liga mit 23 Siegen - bei drei Unentschieden und lediglich drei Niederlagen - anführt, ist es schwierig, die Stars dieses Teams zu nennen. Noch schwieriger wird es, wenn es sich bei diesem Überflieger um den FC Barcelona handelt.

Denn der spanische Traditionsverein ist in allen Mannschaftsteilen gespickt mit Top-Stars. Der FC Bayern bekommt es am Mittwoch im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League also mit Fußballern der Extraklasse zu tun. bundesliga.de stellt fünf dieser Ausnahmekönner vor.

Lionel Messi

Was Franck Ribery für den FC Bayern ist, ist Lionel Messi für den FC Barcelona. Die Begeisterung für Messi geht sogar noch weiter, denn in Barcelona wird der kleine Argentinier verehrt wie ein Heiliger. Mit seinen Dribblings und genialen Ideen reißt er nicht nur die einheimischen Fans von den Sitzen, sondern sorgt häufig auch für stehende Ovationen in den Fanblöcken der Gegner. Dass Messi sowohl bei Barca als auch in der argentinischen Nationalmannschaft die Rückennummer "10" trägt, sagt vieles über die Qualitäten Messis aus. "La Pulga", der Floh, ist längst nicht mehr der am häufigsten verwendete Spitzname. Vom "Messias" ist immer häufiger zu lesen. Mit seiner Spielweise hat er Barca schon so manchen Sieg gerettet.

Samuel Eto'o

Samuel Eto'o ist ein Phänomen. Noch vor der Saison stand er bei den Katalanen ganz oben auf der Abschussliste. Unter Trainer Josep Guardiola sollte er eigentlich nicht mehr eingesetzt werden. Doch es kam anders. Und wie. Mit 26 Treffern führt Eto'o deutlich die Torschützenliste der Primera Division an. Er ist die personifizierte Tormaschine.103 Treffer hat Eto'o in 136 Liga-Spielen für die "Azulgrana" geschossen. In der ewigen Bestenliste des Vereins liegt er mit 124 Toren in offiziellen Pflichtspielen auf Rang 4. Schnelligkeit und der direkte Zug zum Tor sind seine Stärken. Dass er ab und an im Strafraum ein wenig egoistisch agiert, darf wohl als Markenzeichen eines echten Torjägers durchgehen.

Xavi

Xavi Hernandez Creus, kurz Xavi, war bis vor kurzem noch der heimliche Star beim FC Barcelona. Nach der Europameisterschaft 2008 hat sich das endgültig geändert. Xavi holte mit Spanien den Titel und wurde zum besten Spieler des Turniers gekürt. Dass Xavi das Dress der "Azulgrana" trägt, ist nicht ganz selbstverständlich. Denn sein Vater war Kapitän beim Lokalrivalen Espanyol und auch sein Bruder spielte für den "Nachbarn". Doch Xavi, der in Barcelona geboren und aufgewachsen ist, entschied sich anders. Mit elf Jahren wurde er Mitglied beim FC. Heute ist er der unumstrittene Denker und Lenker im Barca-Mittelfeld. Er hat das Sagen auf dem Platz.

Thierry Henry

Der französische Stürmer wechselte zur Saison 2007/08 unter großem Bohai von Arsenal zum FC Barcelona. In London war er der Super-Star, bei Barca nur einer unter vielen. Dementsprechend schwer tat sich Henry in seiner ersten Saison. Auch zu Beginn der aktuellen Spielzeit lief es für Henry nicht rund. Bei den Fans galt er nicht unbedingt als Liebling. Doch in der Rückrunde blüht der Franzose auf und spielt im Angriffsgebilde von Trainer Guardiola mittlerweile eine gewichtige Rolle. Messi, Eto'o und Herny bilden das "Magische Dreieck" bei den Katalanen.

Carles Puyol

Carles Puyol gehört wohl zu den aggressivsten und härtesten Innenverteidigern der Welt. Dabei vergisst er aber nicht, auch den Fans ein Spektakel zu bieten. Ein bisschen Show muss immer dabei sein, obwohl er im Zweifel auch kompromisslos dazwischen haut. Wegen seines harten, aber kontrollierten Körpereinsatzes und Kampfgeistes bekam er den Spitznamen "El Tiburon", der Hai, verpasst. Auf dem Rasen ist er der verlängerte Arm von Trainer Josep Guardiola und auch Kapitän des Teams. Sein Wort hat Gewicht. Sollte Dani Alves fehlen, kann Puyol auch rechts in der Viererkette eingesetzt werden.