Sein Marktwert ist der höchste im gesamten Spiel. Franck Ribery steht bei 9.669.780 Euro und kurz vor dem Erreichen der Zehn-Millionen-Marke im OBM. Der 25-Jährige ist der unumstrittene Star im Mittelfeld: sowohl im OBM - 5210 OBM-Trainer freuten sich am 20. Spieltag über 1814 Ribery-Tore - als auch in der Bundesliga.

Selbst eine mit Stars gespickte Mannschaft wie der FC Bayern kann auf Ribery kaum verzichten. Spielt der Franzose in Normalform, ist der FC Bayern in der Bundesliga fast nicht zu schlagen. Seine sechs Saisontore und sechs Torvorlagen bringen seine Qualität nur ungefähr zum Ausdruck; kein anderer Spieler kann mit Riberys Dynamik und Spieltempo mithalten.

Auch nicht Diego, die Nummer zwei der teuersten Mittelfeldspieler im OBM. Die Nummer zehn des SV Werder kostet ebenfalls mehr als neun Millionen Euro, doch der Brasilianer hat schon bessere Tage im Bremer Trikot erlebt.

Schwankende Form bei Diego

Acht Tore und drei Vorlagen sind bei zwölf Einsätzen zwar immer noch herausragend. Der dürftige Saisonverlauf von Werder lässt sich aber auch an der schwankenden Form des Mittelfeld-Regisseurs festmachen. Für die OBM-Spieler war Diego am Wochenende auch keine Hilfe, weil gesperrte Spieler bekanntlich auch im OBM aussetzen müssen.

Während das Duo Ribery und Diego für Spielkunst und -freude steht, überzeugen die Mittelfeld-Asse auf den Plätzen drei bis fünf eher mit athletischen Stärken: der kompromisslose Zweikämpfer Mark van Bommel (FC Bayern), der schussgewaltige Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart) und der dynamische Bastian Schweinsteiger (FC Bayern).

Begehrter Schweinsteiger

Alle drei sind absolute Stammspieler im Verein, alle drei spielen bislang eine gute bis solide Saison. Schweinsteiger steht ganz hoch im Kurs der OBM-Entscheider: in 4773 Mannschaften begann der Nationalspieler zuletzt in der Startelf, 1450 Tore lautete "Schweinis" Ausbeute.

Eine gute Saison spielen weder Orlando Engelaar (FC Schalke) noch Torsten Frings (Werder), die beiden "Sechser" auf den Plätzen sechs und sieben des OBM-Transfermarktes. Der Schalker Holländer ist noch nicht so richtig in der Bundesliga angekommen, der Nationalspieler mit dem feinen linken Fuß kann viel mehr; nur zwei Assists und kein Torerfolg stehen bei ihm zu Buche.

Engelaar "noch nicht im Spiel"

Geradezu niederschmetternd die aktuelle OBM-Bilanz Engelaars. Ganze 214 Mal wurde der Ex-Enscheder aufgeboten. Ganz klar: Engelaar muss im OBM noch beweisen, dass er die sechs Millionen Euro wert ist!

Auf Torsten Frings trifft Ähnliches zu wie auf Diego: Beständig gut hat 32-Jährige bislang nicht gespielt, die OBM-Manager und Werder-Fans kennen Frings eigentlich souveräner. Deshalb überrascht es nicht, dass Frings nur 1677 Mal am 20. OBM-Spieltag aufgestellt wurde.

Liebling Trochowski

Piotr Trochowski (HSV) und Renato Augusto (Bayer Leverkusen) erfüllen die Erwartungen ihrer Trainer und Fans voll und ganz. Trochowski kommt nach dem 20. Spieltag ebenso wie Augusto auf sechs Torvorlagen; vier Mal traf der Hamburger selbst, einmal der Leverkusener. Ihr OBM-Marktwert von knapp unter sechs Millionen Euro dürfte im Saisonverlauf sogar noch steigen.

Trochowski gehört im OBM zu den beliebtesten und meist gewählten Spielern überhaupt. Überragend seine Werte an Spieltag 20: 9168 OBM-Trainer setzten auf Trochowski, der dieses Vertrauen mit 2847 Toren zurückzahlte. So viel Respekt genießt Augusto (noch) nicht, er kam in nur 1501 Teams zum Zug.

137 Minuten mit Grossmüller

Am Ende der Top Ten der teuersten OBM-Mittelfeldspieler liegt eines der Sorgenkinder der Liga. 5.709.090 Euro kostet Schalkes Carlos Grossmüller, der unlängst suspendiert und in die zweite Mannschaft der Königsblauen versetzt wurde. 137 Minuten stand der Uruguayer in dieser Bundesligasaison auf dem Rasen - eine indiskutable Bilanz.

Der suspendierte Grossmüller konnte seinen OBM-Trainern deshalb auch vergangenen Spieltag nicht weiterhelfen: Selbst die eingefleischtesten S04-Fans im OBM sollten sich überlegen, ob die 5,7 Millionen Euro nicht besser zu investieren wären.

Stefan Kusche