Christian Träsch war einer der Matchwinner des VfB Stuttgart gegen Unirea Urziceni. Er überzeugte gegen die Rumänen sowohl als Antreiber als auch als Torschütze.

Nach dem Sieg sprach Träsch mit bundesliga.de über den Erfolg und das Weiterkommen in der Champions League, über das Verhältnis der Spieler zu den Fans, den neuen Trainer Christian Gross und über die kommende Bundesliga-Aufgabe beim 1. FSV Mainz 05.

bundesliga.de: Herr Träsch, Sie haben mit dem VfB Stuttgart harte Wochen hinter sich. Mal ehrlich: Wie schwer war es gegen Unirea Uriziceni ins Spiel zu gehen?

Christian Träsch: Wir wussten, dass die Rumänen ein schwerer Gegner sind. Wir waren uns aber auch sicher, dass wir sie schlagen können, auch weil uns unser neuer Trainer Christian Gross sehr gut eingestellt hat.

bundesliga.de: Nach den Fan-Tumulten vor und nach dem Spiel gegen den VfL Bochum war es für Sie sicher nicht leicht, unbelastet ins Spiel zu gehen.

Träsch: Da macht man sich natürlich schon seine Gedanken. Aber als wir aufs Feld kamen, haben wir gleich gemerkt, dass die Fans hinter uns stehen. Sie haben Stimmung gemacht und das hat uns richtig aufgebaut.

bundesliga.de: Wie groß würden Sie den Leistungssprung des VfB im Spiel gegen die Rumänen einschätzen? Ist die Krise schon vorbei?

Träsch: In erster Linie denke ich, dass es etwas ganz Besonderes ist, ins Achtelfinale der Champions League einzuziehen. Das schafft man in einer Fußballer-Karriere nicht allzu oft.

bundesliga.de: Hat der Sieg auch Auswirkungen auf die Bundesliga?

Träsch: Klar ist, dass wir in Mainz dort weitermachen müssen, wo wir gegen Unirea aufgehört haben. Wir wollen in Mainz unbedingt punkten.

bundesliga.de: Wie müssen Sie in Mainz spielen, um dort zu bestehen?

Träsch: Wir müssen von Anfang an aggressiv sein und kämpfen bis zum Umfallen.

bundesliga.de: Welche Rolle spielt dabei der neue Trainer Christian Gross. Was macht Gross Ihrer Meinung nach aus?

Träsch: Christian Gross legt großen Wert auf Disziplin und hat die Mannschaft sehr gut auf das Spiel eingestellt. Auch deswegen stehen wir jetzt auch unter den besten Sechzehn in Europa.

bundesliga.de: Die Autorität, die Gross verkörpert: Braucht die der VfB momentan?

Träsch: Ja, ich denke schon.

bundesliga.de: Hat Markus Babbel am Ende die Mannschaft nicht mehr erreicht?

Träsch: Markus hat eine Riesen-Arbeit abgeliefert und es uns erst ermöglicht, dort zu stehen, wo wir jetzt sind.

bundesliga.de: Ist mit den Fans jetzt wieder alles im Reinen?

Träsch: Das hoffe ich doch. Man muss den Unmut der Fans verstehen, wir haben in den vergangenen Wochen wirklich nicht besonders gute Leistungen abgeliefert. Aber nach dem Sieg werden sie uns jetzt wieder den Rücken stärken.

Das Interview führte Jens Fischer