Zielvorgabe erfüllt: Dank des Unentschiedens bei 1899 Hoffenheim hat Eintracht Frankfurt bereits am 16. Spieltag 23 Punkte eingefahren. Damit haben die Hessen schon vor dem letzten Spiel der Hinrunde gegen den VfL Wolfsburg die beste Hinrunde seit dem Wiederaufstieg hingelegt.

Unbestreitbar großen Anteil daran hat Patrick Ochs. Traditionell auf der rechten Abwehrseite beheimatet, fand sich der Dauerbrenner der Hessen zuletzt eine Station weiter vorne wieder - im rechten Mittelfeld. Über die neue Position im Team und den bisherigen Saisonverlauf der Eintracht spricht Ochs im Interview mit bundesliga.de.

bundesliga.de: Die Eintracht ist erneut verletzungsgeschwächt angetreten. Sind Sie überrascht, dass es gegen 1899 Hoffenheim trotzdem eine respektable Leistung gegeben hat?

Patrick Ochs: Der Punkt war nicht wirklich eingeplant. Aber wir haben sehr gut gespielt und konnten mit Hoffenheim absolut mithalten. Gegen Ende hatten wir sogar die besseren Chancen und da hätten es auch gerne zwei Punkte mehr sein dürfen.

bundesliga.de: Wie beurteilen Sie die Leistung von Sebastian Jung, der heute zum ersten Mal in dieser Saison auf der rechten Abwehrseite hinter Ihnen zum Einsatz kam?

Ochs: Er hat sich gelegentlich nach vorne eingeschaltet und hinten alles dicht gemacht. Das war ein wirklich sehr gutes Spiel von Sebastian. Daher auch ein absolutes Kompliment.

bundesliga.de: Bisher läuft die Saison für die Eintracht sehr gut. 23 Punkte und noch ein weiteres Heimspiel in der Hinrunde sind ein ordentliches Ergebnis.

Ochs: Das stimmt, 23 Punkte waren die Zielvorgabe und das haben wir erreicht. Trotzdem hätten wir uns auch nicht über zwei weitere Punkte beschwert. Dasselbe gilt natürlich auch für nächste Woche. Bisher stehen wir gut da, aber mit noch mehr Punkten lässt es sich auch noch schöner leben.

bundesliga.de: Wie fühlen Sie sich mittlerweile auf Ihrer neuen Position im rechten Mittelfeld?

Ochs: Es macht mir viel Spaß. Von der Position weiter vorne kann ich mich noch besser in die Offensive einschalten. Ob das zu einer dauerhaften Option wird, muss man abwarten. Gerade wenn unsere verletzten Stürmer wie Amanatidis und Fenin wieder mitmischen können, ändert sich die Situation im Kader wieder. Der Trainer entscheidet, wie die Mannschaft dann am besten aufgestellt ist.

bundesliga.de: Trainer Michael Skibbe hat der Mannschaft bei 23 Punkten bereits Extra-Urlaub in Aussicht gestellt. Ging Ihnen das gegen Ende der Partie bereits durch den Kopf?

Ochs: Eigentlich habe ich nur daran gedacht, dass hier zwei Punkte mehr drin sind. Und die wollte ich unbedingt haben. Die Chancen dazu hatten wir, sowohl durch Marcel (Titsch-Rivero, d. Red.) als auch nach ein paar guten Flanken.

bundesliga.de: Also noch keine Pläne für den verlängerten Urlaub?

Ochs: Bisher noch nicht. Mir persönlich sind die vier Tage Urlaub mehr auch nicht so wichtig. Ich spiele gern Fußball. Ob ich damit vier Tage früher oder später anfange, ist mir eigentlich egal.

Das Gespräch führte Daniel Dillmann