Weder der Deutsche Meister noch der Rekordmeister finden sich vor dem 6. Spieltag im Spitzen-Quartett. Statt des VfL Wolfsburg und des FC Bayern haben sich ziemlich überraschend Eintracht Frankfurt, Schalke 04 und Bayer 04 hinter Tabellenführer Hamburg eingereiht.

Im Offiziellen Bundesliga Manager (OBM) stehen die Spieler dieser derzeit erfolgreichen Verfolger-Clubs meist noch im Schatten von Ribery, Grafite und Co. Doch sie holen auf, allen voran Stefan Kießling! Der treffsicherste Bundesliga-Stürmer, dem pro Spiel ein Tor gelang, überzeugt auch als virtueller Knipser.

Starkes Bayer-Duo

Am letzten OBM-Spieltag schoss der Leverkusener in 4028 Spielen 1636 Tore: eine herausragende Quote von 0,41 Treffern pro Begegnung. Auch Kießlings Sturmpartner Eren Derdiyok, der auf Anhieb in der Bundesliga Fuß gefasst hat, fällt im OBM keineswegs ab. In 979 Spielen traf der lange Schweizer zuletzt 377 Mal (Quote 0,39). Zum Vergleich: Top-Stürmer wie Grafite oder Mario Gomez erreichen in der Regel Quoten von 0,45.

Damit übertrifft das Bayer-Sturmduo die zwei besten Schalker Angreifer: sowohl in der Bundesliga als auch virtuell. Während Kießling (5) und Derdiyok (3) zusammen für acht Bundesliga-Tore verantwortlich sind, kommen Kevin Kuranyi (2) und Jefferson Farfan (2) auf insgesamt vier Treffer.

Amanatidis beflügelt die Eintracht

Im OBM reihte sich Kuranyi zuletzt mit einer Tor-Quote von 0,39 zwischen Kießling und Derdiyok ein. Allerdings fiel Farfan mit einer 0,32-Quote recht deutlich ab. Der Peruaner, der unter Trainer Felix Magath immer besser in Schwung kommt, hat virtuell noch Nachholbedarf. Erst 428 OBMler setzen auf Farfan.

Unverzichtbar für Eintracht Frankfurt ist und bleibt Ioannis Amanatidis. Der Grieche hat bereits drei Mal in der Bundesliga zugeschlagen und ist ein Garant für den unerwarteten Höhenflug der Adler-Träger. Der virtuelle Amanatidis ist noch nicht so dominant: 306 Tore in 931 Spielen bedeuteten am 5. OBM-Spieltag eine Quote von 0,33.

Schalke und Bayer abwehrstark

In der Abwehr des Managerspiels dominieren die Schalker unter den Verfolgern des HSV. Heiko Westermann, Marcelo Bordon und der junge Benedikt Höwedes lassen ähnlich wie auf dem echten Grün kaum etwas anbrennen. Alle drei haben zuletzt mehr als 60 Prozent ihrer Duelle im OBM gewonnen.

Ähnlich stark ist das Innenverteidiger-Duo von Bayer Leverkusen. Der Ex-Liverpooler Sami Hyppiä steht sicher wie eine Abwehr-Wand neben Manuel Friedrich. Auch beide Werkself-Profis haben mehr als 60 Prozent ihrer Zweikämpfe gewonnen.

Eintracht Frankfurts virtuelle Defensive hinkt ähnlich wie die Offensive ein wenig hinterher. Einzig Chris schafft die 60-Prozent-Hürde. Marco Russ (59) , Christoph Spycher (57) und besonders Maik Franz (56) müssen noch mehr Überzeugungsarbeit auf den Bundesliga- und virtuellen Rasen leisten.

Stefan Kusche