Barca-Leihgabe Alexander Hleb kam mit seinen Sololäufen nicht zum Erfolg
Barca-Leihgabe Alexander Hleb kam mit seinen Sololäufen nicht zum Erfolg

Viel Schatten, aber auch Lichtblicke

In Barcelona gab's für den VfB Stuttgart nichts zu holen. Nach dem starken Auftritt beim 1:1 im Hinspiel kassierten die Schwaben in Spanien eine 0:4-Pleite. Die VfB-Kicker in der bundesliga.de-Einzelkritik.

Tor

Jens Lehmann: Der Torhüter hielt nur 50 Prozent der Torschüsse, die auf seinen Kasten kamen (4 von 8). Nur Hleb und Khedira hatten beim VfB mehr Ballkontakte als Lehmann (59). Dennoch war Lehmann bei den Gegentoren chancenlos.

Abwehr

Chrstian Molinaro: Molinaro gewann zwei seiner vier Zweikämpfe am Ball. Der Italiener hatte 58 Ballkontakte und schlug zwei Flanken aus dem Spiel. Doch Lionel Messi, der ihm zugeteilt war, konnte der Italiener kaum stoppen. Er war aber nicht der Einzige.

Matthieu Delpierre: Der Franzose konnte nur 25 Prozent seiner Zweikämpfe am Ball gewinnen (2 von 8). 84 Prozent seiner Pässe erreichten einen Mitspieler. Seine Gegenspieler allerdings ließ der Kapitän des VfB mehrfach entwischen und sah bei mindestens zwei Gegentoren nicht gut aus.

Georg Niedermeier: Mit einer Zweikampfquote von 87,5 Prozent war er beim VfB der beste Zweikämpfer am Ball und machte somit insgesamt eine ordentliche Partie. Konnte mehrfach Lionel Messi und Dani Alves stoppen.

Stefano Celozzi: Celozzi musste zur zweiten Halbzeit für Gebhart raus. Er hatte 25 Ballkontakte und gab in der ersten Hälfte die meisten Flanken ab (4, keine zum Mitspieler). Zur spielerischen Entfaltung kam es bei ihm nicht, da Barca die Räume eng machte und kaum durchdachte Spielzüge zuließ.


Mittelfeld

Alexander Hleb: Der Weissrusse hatte die meisten Ballkontakte der Stuttgarter (67). Neben Cacau führte er die meisten Zweikämpfe am Ball (22), wovon er 54,5 Prozent gewann. Dennoch belebte er das Flügelspiel seiner Mannschaft zu wenig.

Sami Khedira: Hatte nach Hleb (67) die meisten Ballkontakte bei Stuttgart (64). Khedira gab einen der zwei VfB-Torschüsse ab, konnte sich aber - wie die meisten Stuttgarter - kaum entfalten. Seine Klasse blieb er in Barcelona schuldig.

Christian Träsch: Träsch schlug drei Flanken aus dem Spiel. Er gewann nur drei seiner zehn Zweikämpfe am Ball und ragte daher nicht aus dem Gesamtauftritt der Stuttgarter am heutigen Abend heraus.

Zdravko Kuzmanovic: Kuzmanovic war auf der defensiven Mittelfeldposition überfordert und konnte die gut kombinierenden Barca-Spieler nicht stoppen. Kuzmanovic gab einen der zwei VfB-Torschüsse ab. Er konnte nur drei seiner acht Zweikämpfe am Ball gewinnen.

Timo Gebhart: Kam zu Beginn der zweiten Hälfte für Celozzi. Konnte nur 20 Prozent seiner zehn Zweikämpfe am Ball erfolgreich gestalten und war wie die meisten seiner Kollegen überfordert. Dem Spiel des VfB hat seine Einwechslung keine neuen Impulse gebracht.


Angriff

Pavel Pogrebnyak: Der Russe musste nach 70 Minuten für Marica weichen. Er gewann nur drei von zwölf Zweikämpfen am Ball und beging vier Fouls. Dafür reibte er sich zumindest gegen die Defensive des Titelverteidigers auf, jedoch ohne Puyol und Co. ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Cacau: Cacau legte die einzigen beiden VfB-Torschüsse auf. Keiner beging soviele Fouls wie Cacau (6). Neben den zahlreichen Fouls lieferte Cacau keine gute Partie ab und verbreitete wenig bis kaum Torgefahr.

Ciprian Marica: Marica ersetzte in der 70. Minute Pogrebnyak. War an keinem Torschuss beteiligt und hatte fünf Ballkontakte. Eine Heringabe des Rumänen versprühte ein wenig Gefahr, mehr aber auch nicht.