
Ein neues Kapitel mit bekannten Prinzipien bei Borussia Dortmund?
Mit der Verpflichtung seines neuen Sportdirektors Ole Book schlägt Borussia Dortmund neue Seiten auf. Rund um die Berufung seines neuen Sportdirektors unternimmt der BVB erste Schritte einer Umstruktierung.
Mit dem plötzlichen, aber auch nicht vollkommen überraschenden Personalpuzzle auf der Sportdirektor-Position hat Dortmund vor knapp zwei Wochen eine neue Zeitrechnung auch offiziell eingeläutet. Der Ablösung von Sebastian Kehl vor der Länderspielpause folgte nur wenige Tage später die Verpflichtung von Book, den man von der SV Elversberg loseiste. Damit ist klar: Der BVB will in eine neue Ära, das deuten übrigens nicht nur die Veränderungen auf der Geschäftstelle an.

Abgang eines routinierten Trios nur der Anfang?
Der Tabellenzweite ist zwar auf Kurs Vizemeisterschaft. Elf Punkte beträgt der beruhigende Vorsprung auf den fünften Platz, doch zugleich sind es auch neun Zähler Rückstand auf die Spitze; der dominante FC Bayern München scheint erneut enteilt.
Genau das will Schwarzgelb auf absehbare Zeit wieder ändern - und trifft dementsprechende Personalentscheidungen. Routinierte Akteure wie Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan verlassen den Revierclub: zwar verdiente Spieler, doch ohne den ganz großen Impact im Westfalenstadion.
Rebuild wie zu besten Zeiten gewünscht
Die Verpflichtung von Book ist nämlich nicht nur ein Schritt vorwärts, sondern auch ein wenig "back to the Roots". Der 40 Jahre alte Neu-Dortmunder führte die Elv als Sportdirektor und Sportvorstand von der Regionalliga in die Relegation zur Bundesliga und damit fast nach ganz oben.
Damit aber nicht nur genug: Der Westfale gilt als Perlentaucher, entdeckte Spieler wie Younes Ebnoutalib und verkaufte diese an größere Clubs. Ähnliches verspricht man sich nun auch beim BVB. Der in der Region verwurzelte Book soll dafür sorgen, dass die größten unentdeckten Talente der Welt wieder den Weg zu 09 finden. So soll eine junge, hungrige Mannschaft zusammengestellt werden, die für Furore und Begeisterung sorgt – und wie zu Zeiten von Erling Haaland oder Jude Bellingham den Bayern wieder so richtig gefährlich werden kann.
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