Wolfsburg - Mit dem Rückenwind vom 4:2-Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim geht der VfL Wolfsburg in das wichtige Champions-League-Heimspiel gegen den PSV Einhoven. In der bis jetzt ausgeglichenen Gruppe B wollen die Niedersachsen gegen den niederländischen Meister unbedingt einen Heimsieg einfahren, um Kurs auf die K.o.-Runde zu nehmen.

"Nach Möglichkeit sollte man zu Hause gewinnen", sagte VfL-Manager Klaus Allofs. Und auch Offensivspieler Julian Draxler, mit Ex-Club FC Schalke 04 schon viermal im Achtelfinale der Königsklasse dabei, meinte: "Vor allem zu Hause musst du die Punkte holen, wenn du im Wettbewerb überwintern willst."

Die Hoffnungen ruhen auf Kruse

Nach einem Sieg gegen ZSKA Moskau (1:0) und einer Niederlage bei Manchester United (1:2) hat der VfL in der Gruppe B drei Punkte auf dem Konto - genauso viele wie die drei Rivalen. "Die Gruppe ist nicht einfach", sagte Verteidiger und Standard-Spezialist Ricardo Rodriguez, meint aber auch: "Wir können Eindhoven knacken."

Selbstvertrauen schöpfte der Vizemeister aus dem guten Auftritt am Wochenende beim 4:2 gegen 1899 Hoffenheim, auch wenn Torjäger Max Kruse mahnte: "Wir dürfen uns von dem Sieg gegen Hoffenheim nicht blenden lassen." Der Ex-Gladbacher weiß mittlerweile, dass in der Champions League ein anderer Wind weht: "Am Mittwoch fangen wir wieder bei null an und treffen mit der PSV auf einen ausgesprochen starken Gegner."

Auf Kruse ruhen die Hoffnungen beim DFB-Pokalsieger. Der 27-jährige ist in blendender Form und schnürte gegen Hoffenheim seinen ersten Dreierpack. Eine Woche zuvor hatte er die deutsche Nationalelf mit seinem Joker-Tor zum 2:1-Sieg über Georgien zur EM nach Frankreich geschossen. "Die Treffer werden ihm Auftrieb geben", sagte Trainer Dieter Hecking.

"Müssen diszipliniert dagegenhalten"

Fraglich blieb, wo Hecking Kruse positioniert. Gegen Hoffenheim agierte er als hängende Spitze, in den Spielen zuvor wurde er meist ein wenig weiter hinten im zentralen Mittelfeld eingesetzt. Links dürfte Draxler wieder seine Chance erhalten, während André Schürrle zunächst wohl auf der Bank sitzt. Eindhoven genießt bei den Gruppengegnern durch den 2:1-Erfolg gegen Manchester United höchsten Respekt.

Hecking lobt das ballsichere Mittelfeld des aktuellen Tabellendritten der niederländischen Liga, der sein letztes Pflichtspiel in Deutschland vor fast 40 Jahren gewann. Im UEFA-Cup der Saison 1977/78 setzte sich die PSV mit 2:1 bei Eintracht Braunschweig durch. "Wir müssen sehr diszipliniert dagegenhalten", forderte Hecking. Der Coach kann im Mittelfeld wieder auf  Taktgeber Luiz Gustavo setzen. Der Brasilianer hat seine Knieverletzung endgültig auskuriert.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Wolfsburg: Benaglio - Träsch, Naldo, Dante, Rodriguez - Luiz Gustavo, Guilavogui - Caligiuri, Kruse, Draxler - Dost.

Eindhoven: Zoet - Brenet, Bruma, Moreno, Poulsen - Pröpper, Hendrix, Guardado - Narsingh, de Jong, Pereiro.

Schiedsrichter: Alberto Undiano Mallenco (Spanien)

SID