Zusammenfassung

  • Die Wolfsburger feierten den 20. Bundesliga-Sieg gegen die Borussia; gegen kein anderes Team gewann der VfL so oft.

  • Auch die Borussia konnte den Sieg gegen Bayern nicht veredeln: Die letzten neun Teams, die die die Bayern besiegten, haben das folgende Spiel nicht gewonnen (zwei Remis, sieben Niederlagen).

  • 15 der 20 Wolfsburger Saisontore schossen die Mittelfeldakteure.

Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg kommt unter Trainer Martin Schmidt immer besser in Fahrt und gewinnt deutlich gegen den Bayern-Bezwinger Borussia Mönchengladbach. Das Team von Trainer Dieter Hecking verlor bei dessen Ex-Klub VfL Wolfsburg im Sonntagabendspiel der Bundesliga mit 0:3 (0:2) und ging nach vier Partien ohne Niederlage erstmals wieder leer aus. Der VfL klettert unterdessen in der Tabelle auf Rang elf.

FANTASY HEROES: Malli (16 Punkte) / Casteels (16) / Gomez (12)

Die Borussia verschlief den Start gegen hellwache Wolfsburger vor 24.265 Zuschauern völlig: Nach präziser Vorarbeit von Nationalstürmer Mario Gomez hatte Yunus Malli aus kurzer Distanz leichtes Spiel und überwand Torwart Yann Sommer zum 1:0 (4.) der Gastgeber. Das 2:0 durch Daniel Didavi (25.) aus kurzer Distanz bereitete Malli mit einem perfekten Pass glänzend vor. Wölfe-Trainer Martin Schmidt konnte sich dann auch noch über den Distanzkracher von Josuha Guilavogui aus 28 Metern zum Endstand freuen (71.).

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Beide Teams verzichteten vom Anpfiff an vollständig auf ein Abtasten. Hecking, 2015 DFB-Pokalsieger und Vizemeister mit Wolfsburg, sah nach dem frühen Rückstand eine gute Reaktion seines Teams. Weltmeister Matthias Ginter sendete per Fernschuss das erste deutliche Angriffssignal (7.).

© gettyimages / Stuart Franklin

Gladbach zeigte sich sowohl aus dem Spiel als auch bei Standardsituationen gefährlich und brachte die beiden Abwehrketten der Wölfe immer wieder in Gefahr. 

Die Wölfe, für die Torwart Koen Casteels in der 14. Minute einen gefährlichen Freistoß von Vincenzo Grifo entschärfte, zogen sich zeitweise weit zurück. Bei schnörkellosen Kontern über die Außenbahnen herrschte aber schnell Alarmstimmung in der wenig sattelfesten Defensive der Gäste. Und der formstarke Didavi fand die Lücke im Vollsprint.

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"Wir haben sehr gut angefangen. Der Sieg ist perfekt" Yunus Malli

Die Borussia suchte nun händeringend nach einer Antwort und brachte den Ball innerhalb von zwei Minuten zweimal im Tor unter - doch Schiedsrichter Benjamin Cortus entschied jeweils zurecht auf Abseits (37., 39.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff verzog Thorgan Hazard dann noch aus gefährlicher Position (44.).

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"Wir haben die Anfangsphase komplett verschlafen, waren in den ersten 25 Minuten überhaupt nicht da." Matthias Ginter

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Wolfsburg mit seiner variablen Offensivabteilung brandgefährlich. Malli probierte es nach einer Ecke per Direktabnahme (47.) und auch Divock Origi sorgte wenig später mit einem Linksschuss für Aufregung. Auf der Gegenseite kombinierte sich die Borussia problemlos bis an die Strafraumgrenze - doch dann fehlte es der Hecking-Elf immer wieder an der letzten Zielstrebigkeit. Für den Coach war es ein unangenehmer Abend an früherer Wirkungsstätte.

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Spieler des Spiels: Yunus Malli

Yunus Malli erzielte das erst Tor selbst, bereitete das zweite exzellent vor und schoss jetzt in den letzten vier Spielen vier Tore. Vier abgegebene Torschüsse und 28 angezogene Sprints waren bei Wolfsburg jeweils die meisten.

Bilder des Spiels

Yunus Malli traf für den VfL Wolfsburg zur 1:0-Führung
Yunus Malli traf für den VfL Wolfsburg zur 1:0-Führung © gettyimages
Daniel Didavi erhöhte mit seinem fünften Saisontreffer auf 2:0 für die Wölfe
Daniel Didavi erhöhte mit seinem fünften Saisontreffer auf 2:0 für die Wölfe © gettyimages / Stuart Franklin
In Halbzeit zwei war die Partie nach dem 3:0 entschieden
In Halbzeit zwei war die Partie nach dem 3:0 entschieden © gettyimages / Stuart Franklin