Es war ein Empfang wie aus dem Bilderbuch. 18 Grad Celsius, Sonnenschein bei strahlend blauem Himmel und als Bonbon hatte die Stadt Barcelona für die Fans des VfB Stuttgart extra einen Treffpunkt eingerichtet, wo sich die Schwaben gemeinsam für das Spiel am Abend in Stimmung bringen sollten.

Rund um das Maremagnum, einem großen Einkaufs- und Vergnügungszentrum auf einer Halbinsel am Hafen, fanden sich dann auch rund 1500 Stuttgarter ein. Rot und Weiß war die klar vorherrschende Farbe.

Die Viererkette steht

Auf der Bühne heizte das einheimische Trio "Star Tres" mit stimmungsvollem Liedgut aus Pop und Rock ein, und nur wenig entfernt luden Billardtische sowie Tischfußballspiele für groß und klein zum Wettkampf ein.

Beim Lebend-Tischfußball – die menschlichen Spieler halten wie im kleinen Format an Stangen Aufstellung und verschieben durch Schritte nach rechts und links – hielt die Viererkette des VfB noch dicht. Ramona, Alexandra, Jan und Stefan aus Stuttgart standen gegen die spanisch-deutschen Gegner wie eine Eins zusammen. "Das macht richtig Spaß, ist aber ganz schön anstrengend", freute sich Stefan über die gelungene Aktion.

Den weiblichen Reizen erlegen

Beim "normalen" Tischfußball sah es für das Rottweiler Duo Matthias/Matthias dann aber schon sehr bitter aus. Gegen Meri und Jose Luis aus Barcelona bezogen sie "eine richtig Klatsche", wie sie unisono feststellten. Aber: "Vor allem Meri hat es ganz schön drauf. Ich lasse mich aber auch zu sehr von ihrem Äußeren ablenken", erklärte Verteidiger Matthias selbstkritisch. Ob sich das Desaster da schon abzeichnete?

Ein positives Ergebnis gab es vor dem Abmarsch zum Stadion aber zu vermelden. Die Stuttgarter Fans werden der Stadt Barcelona gut in Erinnerung bleiben. "Sie haben ihre zwei, drei Bierchen getrunken und friedlich gefeiert. So soll es sein", sagte ein Sicherheitsbeamter des Maremagnum. Leider lud das 0:4 am Abend dann nicht mehr für viel Freudentaumel ein.

Aus Barcelona berichtet Michael Reis