Köln - James Bond hat ihn weltberühmt gemacht, den Mix aus Wodka und Wermut. Natürlich geschüttelt, nicht gerührt. Der Israeli Gil Vermouth, so die internationale Schreibweise des Weingetränks, könnte im Erfolgsrezept des 1. FC Kaiserslautern zukünftig eine entscheidende Rolle spielen.

Der Neuzugang von Hapoel Tel-Aviv soll der Mannschaft nach der Rückkehr von Jan Moravek zum FC Schalke 04 die nötigen Impulse im Mittelfeld geben.

Vielseitiger Offensivspieler

Zunächst einmal muss er allerdings richtig fit werden, denn im Moment leidet er noch unter den Folgen einer Leistenoperation. Hat er diese Probleme überwunden, dürfen sich die Fans der "Roten Teufel" auf Tempodribblings und schöne Pässe freuen. Der 25-Jährige, der einen Tag vor dem ersten Bundesliga-Spiel bei Werder Bremen Geburtstag hat, verfügt über vielseitige Offensivqualitäten: "Ich kann sowohl auf der klassischen 10er-Position als Spielmacher spielen, als auch über die Außenbahnen. Ob links oder rechts ist mir egal, ich spiele da wo der Trainer mich aufstellt."

Mit Vermouth hat Kaiserslauterns Trainer Marco Kurz einen Spieler im Kader, der trotz seiner Erfahrung in Champions und Europa League sowie der israelischen Nationalmannschaft keinerlei Starallüren an den Tag legt. "Wir versprechen uns von ihm nicht nur eine Steigerung der spielerischen Qualität, sondern werden auch von seiner internationalen Erfahrung profitieren", ist sich Kurz sicher.

Bereit für die Bundesliga

Kaiserslautern ist Vermouths zweite Auslandsstation: In der Saison 2007/08 spielte er für den KAA Gent, kehrte aber bereits nach einem Jahr wieder in die Heimat zurück. Mittlerweile ist er gereifter, aktueller Nationalspieler und gut gerüstet für das Abenteuer Bundesliga.

Bis 2015 hat sich der FCK die Dienste des flinken Technikers gesichert. Mit Itay Shechter hat er direkt einen Landsmann und Mitspieler aus Tel Aviv mit im Gepäck, was die Eingewöhnungszeit in Deutschland erleichtern dürfte. Es sind die Israelis Nummer sechs und sieben in der Bundesliga-Historie. Der Nürnberger Almog Cohen war im Vorjahr der bis dahin letzte und absolvierte eine richtig gute erste Saison bei den Franken.

Cocktails im Fritz-Walter-Stadion?

Vermouth hat das Potenzial, ebenfalls eindrucksvoll in die Bundesliga zu starten. Sollte er sich in die Herzen der Pfälzer spielen, könnte es demnächst im Fritz-Walter-Stadion eine Erweiterung der Getränkekarte geben. Mit Vermouth lassen sich viele Cocktails machen.

Florian Reinecke