Frankfurt/Main - Mit einem großen Namen zurück ins große Geschäft: Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt hat überraschend Armin Veh als neuen Trainer verpflichtet. Der 50 Jahre alte Veh, der im März als Coach des Hamburger SV entlassen worden war, wird am Dienstag (11 Uhr) bei den Hessen offiziell vorgestellt, wie die Eintrracht bestätigte.

Veh tritt die Nachfolge von Christoph Daum an, der nach dem Abstieg seinen Vertrag bei der Eintracht nicht verlängert hatte.

"Bruchhagen und Hübner waren sehr hartnäckig"

"Er war mein Topfavorit, und ich bin glücklich, dass wir es geschafft haben, ihn zu holen", sagte Sportmanager Bruno Hübner der "Frankfurter Rundschau".

"Ich werde hier übernachten, habe aber leider kein frisches Hemd und keine Zahnbürste dabei, aber das werden wir schon irgendwie hinkriegen", sagte Veh nach der erfolgreichen Vertragsverhandlung: "Bruchhagen und Hübner waren sehr hartnäckig. Und es sind Leute, die etwas von ihrer Sache verstehen."

Nachdem sich die Eintracht vor knapp einer Woche in Hübner als neuem Sportmanager neben dem Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen entschieden hatte, überrascht die Personalie Veh. Umso mehr, weil der ehemalige Profi von Borussia Mönchengladbach auch als Kandidat für den Posten des Sportdirektors gehandelt worden war. Letztlich aber folgte der Aufsichtsrat der Frankfurter der Empfehlung Bruchhagens und lotste den 50 Jahre alten Hübner vom künftigen Liga-Konkurrenten MSV Duisburg an den Main.

Hübner: "Ich wollte nur ihn"

Nun macht Veh mit Hübner gemeinsame Sache. Zusammen soll das Duo den ehemaligen UEFA-Cup-Sieger zum direkten Wiederaufstieg führen. Bereits am Tag seines Amtsantritts sei Hübner zu Veh gefahren. "Ich wollte nur ihn", erzählte Hübner.

Veh, der mit dem VfB Stuttgart 2007 überraschend Deutscher Meister geworden war, arbeitete anschließend beim VfL Wolfsburg und Hamburger SV.