Hamburg - Mit Dennis Aogo, Marcell Jansen, Piotr Trochowski, Eljero Elia und Joris Mathijsen sind auch die letzten Nationalspieler zurück im HSV-Training. Armin Veh freut sich über die Rückkehr seiner WM-Schützlinge.

Obwohl seine Mannschaft nach zehn intensiven Trainingslagertagen in Längenfeld und den folgenden Testspielen in Gelsenkirchen einen Tag frei bekommen hatte, ließ es sich der Übungsleiter nicht nehmen, schon früh am Montagmorgen mit Michael Oenning und Reiner Geyer in den Volkspark zu kommen, um seine letzten fünf WM-Nationalspieler an ihrem ersten Arbeitstag persönlich begrüßen.

Urlaub beim Weltmeister

Jansen betrat als erster des Quintetts den Kabinentrakt. "Es ist schön, alle wieder zu sehen", strahlte der Mittelfeldmann, der es sich zehn Tage in Spanien und eine Woche in Mönchengladbach gut gehen ließ. "Beim Weltmeister kann man doch mal Urlaub machen", entgegnete Jansen den irritierten Blicken. Auch Piotr Trochwoski musste zugeben, auf der iberischen Halbinsel aufgetankt zu haben. Nach der anstrengenden Saison und dem fünfwöchigen WM-Turnier war es neben dem regenerativen Zwecken vor allem auch die Psyche, die mal eine Pause brauchte.

"Ich habe ein paar Tage auch gar nichts verfolgt. Nun ist der Kopf wieder frei", bestätigte Aogo, der zunächst auf Kreta zehn Tage abschaltete und anschließend eine Woche in Karlsruhe bei der Familie weilte.

Die kurze Vorbereitungszeit von nur drei Wochen bis zum ersten Bundesliga-Spieltag stellt für Abwehrmann Joris Mathijsen kein Problem dar. "Das darf für uns keine Ausrede sein. Wir haben in der kurzen Zeit nicht viel verloren", freut sich Mathijsen auf die Pflichtspiele. "Ich habe auch schon Schlimmeres erlebt. Im vergangenen Jahr hatte ich gar keine Pause", erinnert sich Aogo. Dem pflichtet Teamkollege Jansen bei: "Bei Verletzungen sagt man immer, man braucht genau so viel Zeit, um wieder rein zu kommen: Drei Wochen Urlaub = drei Wochen Vorbereitung", so seine einfache Rechnung.

Vorfreude auf die kommenden Spiele

Eljero Elia kann sich sogar schon vorstellen, gegen Chelsea wieder auf dem Platz zu stehen. "Ich bin bereit zu spielen. Wenn der Trainer es möchte auch schon am Mittwoch", so der Flügelflitzer. Die nötige Kraft sammelte Eljero im Urlaub in der Karibik. An den Stränden von St. Tropez und Curacao erholte sich der Holländer von den dreitägigen Feierlichkeiten rund um den Vize-Weltmeistertitel.

"Es war ein großes Turnier und ich bin froh, dabei gewesen zu sein". Jetzt möchte er seine Auftritte in Südafrika auch vor dem Hamburger-Publikum präsentieren. "Ich kann es gar nicht erwarten, wieder zu spielen. Ich möchte das machen, was ich vorher gemacht habe: Spaß haben".