Frankfurt - Als Verteidiger hatte es Jesus Vallejo im Spiel von Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund mit den schnellen Stürmern des BVB zu tun. Über weite Strecken der Partie hatten er und seine Nebenmänner Pierre-Emerick Aubameyang und Co. im Griff und die Gegner bissen sich die Zähne an der Frankfurter Defensive aus. Auf diese Leistung sind die Frankfurter stolz, wie Vallejo im Gespräch nach dem Spiel erklärt.

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Frage: Herr Vallejo, wie wichtig war der Sieg gegen den BVB für die Eintracht?

Jesus Vallejo: Das war ein sehr wichtiger Sieg und der Lohn für die harte Arbeit, die wir leisten. Jetzt heißt es, weiter hart arbeiten, nicht nachlassen und das nächste Spiel genau so konzentriert angehen.

Frage: Ihr Trainer Niko Kovac hat vor dem Spiel vor den „Raketen“ in der Dortmunder Offensive gewarnt. Wie haben Sie diese „Raketen“ in den Griff bekommen?

Vallejo: Ich glaube, der Trainer hat einen entscheidenden Anteil daran, dass es so gut läuft bei uns im Moment. Er hat der Mannschaft schon in der Vorbereitung das Vertrauen geschenkt. Er bereitet uns immer sehr gut auf die Spiele vor und gibt uns immer wichtige Tipps mit. Wir werfen immer alles in die Waagschale und haben auch gegen Dortmund wieder bis zur letzten Sekunde gekämpft. Bei der Jubeltraube der ganzen Mannschaft nach dem Siegtreffer von Haris Seferovic hat man gesehen, wie gut der Teamgeist in der Truppe ist.

Frage: War das Spiel gegen Dortmund die schwierigste Aufgabe bisher in der Bundesliga für Sie?

Vallejo: Borussia Dortmund ist ein Gegner, den man nicht über 90 Minuten ausschalten kann und der einem alles abverlangt. Jeder Zweikampf ist schwierig, manche gewinnt man, manche verliert man. Wichtig ist, dass dann immer ein Teamkollege hinter einem ist und die Aktion rettet. Wir können stolz auf das sein, was wir gegen Dortmund geleistet haben und von einer Top-Leistung der Mannschaft sprechen.

"David Abraham ist wie ein großer Bruder"

Frage: In welchen Bereichen haben Sie persönlich sich denn in den letzten Monaten unter dem Trainer Niko Kovac verbessert?

Vallejo: Ich habe in vielen Bereichen dazugelernt. Zum Beispiel, wie man ein Spiel liest und wie man Spielsituationen antizipiert. Oder, wann man ins Risiko gehen kann und wann man den sicheren Pass spielt. Auch wie man die Linie hält mit den Abwehrkollegen habe ich gelernt. Ich habe von diesem Trainer und vom ganzen Trainerstab viel gelernt, aber auch von David Abraham, der mir immer mit Rat und Tat zur Seite steht.

Frage: Warum ist ausgerechnet David Abraham für Sie so wichtig?

Vallejo: Er ist wie ein großer Bruder auf und neben dem Platz. Ich muss aber auch Michael Hector in einem Atemzug nennen. Es ist einfach schön zu wissen, jeden Tag mit solchen Innenverteidigern trainieren zu können, es sind die besten, die ich in meiner Karriere bisher kennengelernt habe.

Frage: Haben Sie sich den aktuellen Erfolg vorstellen können, als Sie im Sommer nach Frankfurt gekommen sind?

Vallejo: Wenn man zu einem neuen Verein kommt, dann holt man alles aus sich heraus, um konkurrenzfähig zu sein. Ich versuche jeden Tag ans Limit zu gehen. Die Bereitschaft, über sich hinauswachsen zu wollen, ist nicht verhandelbar.

Frage: Was ist denn jetzt drin in dieser Saison für die Eintracht?

Vallejo: Wir müssen weiter selbstbewusst auftreten, aber auch bodenständig bleiben und dürfen uns nicht von irgendwelchen Tabellenkonstellationen verrückt machen lassen. Wir sollten weiter jede Aufgabe einzeln angehen und so versuchen, erfolgreich zu bleiben. Bis jetzt sind wir mit dieser Einstellung sehr gut gefahren.

"Wir werfen immer alles in die Waagschale"

Frage: Und wo sind die Grenzen?

Vallejo: Ich denke, wir haben es nicht nötig, uns Grenzen zu setzen - weder nach oben, noch nach unten. Wir arbeiten, wie bisher, kontinuierlich weiter und schauen dann, was dabei herauskommt.

Aus Frankfurt berichtet Tobias Schächter

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