Jhon Cordoba hat in dieser Saison fünf Treffer für die Mainzer erzielt - © imago
Jhon Cordoba hat in dieser Saison fünf Treffer für die Mainzer erzielt - © imago
Bundesliga

Unvergessene Momente auf dem Weg nach Europa

Stuttgart - Bärenstarke Vorstellung, 3:1 beim VfB Stuttgart gewonnen und auf dem Weg nach Europa. Der 1. FSV Mainz 05 hat eine Saison hinter sich, die unvergessen bleibt. Und für die es jede Menge Gründe gibt.

Sogar die direkte Qualifikation ist möglich

Schöner kann ein Abschied kaum sein, glücklicher ist ein Fußball-Manager selten. Als Christian Heidel nach dem 3:1-Erfolg seiner Mannschaft beim VfB Stuttgart die Katakomben der Stuttgarter Arena betritt, sieht er müde, aber happy aus. Während draußen auf dem Feld der Stuttgarter Anhang für massiven Ärger sorgt, zieht Heidel entspannt ein Fazit. "Das sind Momente, die haften bleiben", erzählt Heidel. "Wir spielen in einem Stadion mit 60.000 Menschen und qualifizieren uns dort für Europa". "Das ist ein bewegendes Gefühl", so Heidel sichtlich angefasst.

- © gettyimages / Matthias Hangst

"Wir haben eine Geschichte geschrieben"

Klar ist: Die Mainzer haben in dieser Saison jede Menge richtig gemacht. Sie haben einen Kader zusammengestellt, der sowohl in der Breite als auch in der qualitativen Tiefe so funktioniert, dass man sogar den bis jetzt dauerenden verletzungsbedingten Ausfall des japanischen Sturmführers Yoshinori Muto kompensieren konnte. Dafür kam mit Jhon Cordoba ein Angreifer, der die überforderten Verteidiger der Stuttgarter 90 Minuten lang schwindelig spielte. Ein Transfer-Volltreffer sondergleichen.

Die Mainzer haben kurz vor dem Ende eine überragende Saison hinter sich. Das wusste auch Heidel bei seinem Fazit nach seinem letzten Mainzer Auswärtsspiel vor dem Wechsel nach Schalke. "Das ist mir heute nahgegangen", so Heidel. "Wir haben eine Geschichte geschrieben, an der nicht nur Trainer, Manager, Vorstand oder Spieler beteiligt sind." Die Zuschauer gehörten da ebenfalls dazu.

Ein Schlusswort, ein Fazit, dass am Ende am Samstagsabend wohl alles aus Mainzer Sicht umschreibt. Doch halt, Heidel hat noch einen: "Ich kann mir nichts Schöneres wünschen, als den Verein so zu übergeben, wie er jetzt ist." Noch Fragen?

Aus Stuttgart berichtet Jens Fischer