Er schoss das erste Karlsruher Tor nach einer endlos langen Durstrecke, am Ende reichte es für das Tabellen-Schlusslicht aber dennoch nur zu einem mageren 2:2 gegen Hoffenheim.

Im Interview mit bundesliga.de spricht der KSC-Stürmer Sebastian Freis über die Gefühle nach seinem Treffer, über den Kampf gegen den Abstieg und über die Rückkehr des lange verletzten Maik Franz.

bundesliga.de: Herr Freis, wie lautet Ihr Fazit nach dem 2:2 gegen 1899 Hoffenheim?

Sebastian Freis: Ich finde, wir haben einen Riesen-Fight geliefert. Leider hat uns beim Pfostenschuss von Giovanni Federico kurz vor Schluss das letzte Quäntchen Glück gefehlt, sonst hätten wir jetzt drei Punkte auf unserer Seite.

bundesliga.de: Sie haben den ersten Karlsruher Treffer nach endlosen torlosen Minuten erzielt. Was für eine Erlösung, oder?

Freis: Ja natürlich. Wir hatten in den letzten Wochen einfach die Seuche am Fuß, da ist mir natürlich ein Stein vom Herzen gefallen, als der Ball endlich mal wieder im gegnerischen Tor lag.

bundesliga.de: Ein Punkt dürfte dennoch zu wenig sein.

Freis: Wir hätten drei Punkte gebraucht, um da unten rauszukommen. Allerdings muss man auch sagen, dass sich die Hoffenheimer hier sehr ordentlich präsentiert haben.

bundesliga.de: Stimmt denn die Moral noch bei Ihnen in der Mannschaft oder haben sich viele Spieler bereits aufgegeben?

Freis: Ich kann nur immer wieder betonen, dass die Mannschaft gewillt ist, da unten noch herauszukommen. Wir wissen, dass mit der richtigen Einstellung noch alles möglich ist. Wir brauchen einfach auch nur einmal ein wenig Glück.

bundesliga.de: Ihr Trainer Edmund Becker hat in der zweiten Halbzeit den offensiven Alexander Iashvili für den defensiveren Godfried Aduobe gebracht. Jetzt heißt es also Alles oder Nichts?

Freis: Das sehe ich genauso. Wir müssen in den nächsten Spielen einfach alles nach vorne werfen, weil wir einfach Siege brauchen. Unentschieden helfen uns nicht weiter.

bundesliga.de: Und die Rückkehr von Maik Franz. Wie wichtig ist die?

Freis: Sehr wichtig. Seine Rückkehr gibt uns einen enormen Schub. Das hat man gesehen, als bei seiner Einwechslung ein richtiger Ruck durch das Stadion ging. Wir sind froh, dass Maik wieder an Bord ist.

Das Interview führte Jens Fischer