Köln - Die Derby-Niederlage am vergangenen Wochenende beschäftigt die Spieler des SC Freiburg nicht länger als nötig. Der Blick des Teams aus Südbaden geht bereits wieder nach vorne. Am kommenden Spieltag trifft der SCF auf den SC Paderborn. Die Ostwestfalen lassen sich ihrerseits von der 0:4-Klatsche bei Werder Bremen ebensowenig runterziehen.

"Mittlerweile sind 13 Spieltage gespielt. Ich denke, dass nun den meisten Leuten klar sein dürfte, wie fleißig und gut in Paderborn gearbeitet wird", sagt Christian Günter vom SC Freiburg im Interview mit der Homepage des Sport-Clubs im Hinblick auf das Spiel (Samstag ab 15:00 im Liveticker). "Sie haben jetzt schon 16 Punkte, das kommt nicht von ungefähr. Wenn man als Mannschaft zusammenhält, dann kann man auch gegen individuell vermeintlich stärkere Gegner bestehen und Punkte mitnehmen. Das hat Paderborn bisher gut gemacht." Der Blick auf die Tabelle zeigt, dass es der SCP in dieser Saison sogar besser gemacht hat, als die Freiburger. Vier Punkte haben die Ostwestfalen mehr auf dem Konto, als die Breisgauer.

Am nächsten Wochenende Gas geben

Der "krasseste Außenseiter der Bundesliga", wie SCP-Trainer André Breitenreiter sagt, hat im Moment aber eine kleine Ergebniskrise. Drei Spiele in Folge konnte Paderborn nicht gewinnen. Neun Gegentore setzte es in diesen Partien, bei der 4:0-Niederlage gegen Bremen lieferten die Paderborner ihre bislang schwächste Saisonleistung ab.

Aber auch an der Pader wird entspannt mit der Klatsche umgegangen. "Die Niederlage wird uns nicht umwerfen, wir müssen die Köpfe wieder hochnehmen", sagt Breitenreiter. "Wir wussten, dass es es auch einmal Rückschläge geben wird und werden am nächsten Wochenende gegen Freiburg wieder Gas geben", nimmt auch Torhüter Lukas Kruse die hohe Niederlage recht relaxt auf.

Was im kommenden Spiel besser werden muss, ist auf beiden Seiten bereits analysiert. "Wir müssen im kommenden Heimspiel gegen den SC Freiburg wieder unsere Leistung abrufen und die drei Punkte in Paderborn behalten", sagt Paderborns Christian Strohdiek. Im Spiel gegen Bremen sei die Mannschaft in den Zweikämpfen zu spät gewesen. "Wir haben nicht das auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen haben", so Strohdiek.

"Spaß am Fußball und die Spielweise, die uns in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hat", will Christian Günter mit dem SCF entgegensetzen. "Viel Disziplin und Laufbereitschaft bei der Arbeit gegen den Ball, gutes und schnelles Umschalten nach Ballgewinn und viel Bewegung im Spiel nach vorne. Wir müssen schauen, dass wir wieder die Balance hinbekommen - zwischen defensiver Stabilität und offensiver Kreativität, ohne dabei zu sehr ins Risiko gehen zu müssen." Ganz wichtig ist dafür laut Günter, dass die Freiburger Dinge, die gut liefen noch besser machen und die Fehler abgestellt werden. Die gute erste Halbzeit im Derby gegen Stuttgart soll dabei als Grundlage genommen werden.

Sebastian Stenzel