
Neun Bayern feiern verrücktes Unentschieden
Wenn der FC Bayern ein Unentschieden feiert, muss etwas besonderes passiert sein. Nach zwei Platzverweisen und zwei aberkannten Toren verbuchte der Tabellenführer das 1:1 in Leverkusen als Punktgewinn gegen alle Widerstände. Zum Helden des Tages avancierte der Mann für alle Fälle.
Das Duell der beiden dominanten Bundesliga-Teams der letzten Jahre geriet für den FC Bayern zur emotionalen Achterbahnfahrt, an deren Ende Vincent Kompany "unglaublich stolz auf die mentale Leistung" seiner Mannschaft war.
Aleix García hatte die Werkself durch einen von Jonathan Tah abgefälschten Schuss in Führung gebracht (6.). "Wir wollten nicht akzeptieren, dass uns schwierige Situationen runterziehen", unterstrich Tah die Münchner Willensleistung.
Nach den jeweils wegen Handspiels aberkannten Treffern von Tah (26.) und Joker Harry Kane (62.) hatte das dritte Münchner Ausgleichstor durch Luis Díaz (69.) schließlich Bestand.
Díaz trifft, hebt ab und fliegt
Vorlagengeber zum 1:1 war zum 17. Mal in dieser Saison Michael Olise – nie hatte ein Spieler nach 26 Spieltagen so viele Assists auf dem Konto.
Zuvor war der Meister beim Vizemeister durch Nicolas Jacksons überhartes Einsteigen gegen Martin Terrier noch vor der Pause in Unterzahl geraten (42.). In der 84. Minute zeigte Schiedsrichter Christian Dingert auch noch Díaz wegen einer Schwalbe im Strafraum Gelb-Rot.
Damit war der erste Doppel-Platzverweis für die Bayern seit fast 25 Jahren perfekt - und die Marschroute für die letzten Minuten vorgegeben. Mit Mann, Maus und Keeper Sven Ulreich verteidigten die Gäste den Punkt.

Ulreich, der Held aus der kalten Hose
Weil nach Manuel Neuer (Muskelfaserriss) auch Jonas Urbig (Gehirnerschütterung) ausgefallen war, kam Bayerns "Mister Zuverlässig" zu seinem ersten Einsatz seit September 2024 und machte seinem Spitznamen alle Ehre. Mit Paraden gegen Maza (86., 90.+7) und Tillman (90.) verhinderte "Ulle" die zweite Münchner Saisonniederlage und durfte sich nach Spielende vor dem Gästeblock feiern lassen.
"Wenn man so lange nicht spielt, braucht man natürlich ein paar Minuten um reinzukommen", berichtete der mittlerweile 37-Jährige, der 2015 aus Stuttgart kam und 2021 von einem einjährigen HSV-Intermezzo zurückkehrte. "Die Jungs kennen mich schon lange und wissen: Wenn ich gebraucht werde, bin ich da."
Nach dem jüngsten Nachweis seiner Qualitäten "aus der kalten Hose" kann sich der im letzten Vertragsjahr befindliche Ulreich "gut vorstellen, dass ich noch ein Jahr mache." Mit einem in Leverkusen erlittenen Muskelbündelriss fällt er zwar zunächst aus. Ein besserer Backup dürfte auch für die Bayern schwer zu finden sein.

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