Zusammenfassung

  • 1899 Hoffenheim ist seit neun Bundesliga-Spielen ungeschlagen (sechs Siege, drei Remis) und hat dank dieses Lauf mindestens Rang Sieben schon so gut wie sicher.

  • Einzig der Deutsche Meister FC Bayern München holte in dieser Saison zu Hause mehr Punkte als die TSG (34), die daheim zuletzt vier Mal in Folge als Sieger vom Platz ging (mit 14:1 Toren).

  • Hannover gewann keines der jüngsten zwölf Pflichtspiele in der Fremde (vier Remis, acht Niederlagen).

Sinsheim - Der "kroatische Kracher" lässt den Kraichgau von der Champions League träumen: Dank des ersten Bundesliga-Dreierpacks von Andrej Kramaric (16./50./86.) gewann die TSG 1899 Hoffenheim zum Auftakt des 32. Spieltags 3:1 (1:1) gegen Hannover 96. Damit kletterte die TSG zumindest vorübergehend auf den vierten Platz, der erstmals zur direkten Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League berechtigt.

FANTASY HEROES: Andrej Kramaric (20 Punkte) / Kerem Demirbay (11) / u.a. Nico Schulz (9)

Durch den Sieg sind die Hoffenheimer seit nunmehr neun Partien ungeschlagen. Dagegen warten die Niedersachsen, die seit einem halben Jahr auswärts nicht mehr gewonnen haben, weiter auf ihren ersten Sieg in Sinsheim - daran änderte auch der Treffer von Kenan Karaman (24.) nichts.

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Vor 26.452 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena gaben die Hoffenheimer in der Anfangsphase mächtig Gas. Kramaric (7.) und Kerem Demirbay (11.) konnten die sich bietenden Chancen aber nicht nutzen. Die Gäste fanden zunächst in der Offensive kaum statt.

Philipp Tschauner steht oft im Mittelpunkt, zeigt gute Paraden
Philipp Tschauner steht oft im Mittelpunkt, zeigt gute Paraden © imago / foto2press

Nach einem haarsträubenden Fehler von Hannovers Innenverteidiger Salif Sane und der Vorarbeit Gnabrys brachte Kramaric die Gastgeber in Führung. Gnabry verletzte sich in der Szene allerdings am Oberschenkel und musste raus. Für die Leihgabe von Bayern München kam der Schweizer Steven Zuber.

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"Es war heute ein sehr wichtiges Spiel und ich bin froh, meinen Teil zum Sieg beigetragen zu haben. Hannover hat es uns heute sehr schwer gemacht. Es wäre schon toll, wenn wir die Champions League erreichen." Andrej Kramaric (TSG 1899 Hoffenheim)

Der Ausgleich für Hannover nur acht Minuten nach dem Rückstand fiel aus dem Nichts. Nach Vorarbeit des Ex-Hoffenheimers Pirmin Schwegler hatte Karaman aus kurzer Distanz keine Mühe. Der unerwartete Gegentreffer brachte die TSG aus dem Konzept, Karaman hätte fast nachgelegt (33.).

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"Wir waren an allen drei Gegentoren selbst schuld, die muss man nicht kriegen. Sonst haben wir es gut gemacht und sogar Komplimente von der Gegenseite bekommen." Pirmin Schwegler (Hannover 96)

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Hoffenheimer den Druck - mit Erfolg: Das Tor von Kramaric, der eine Ecke Demirbays volley verwandelte, war eine Augenweide. Wie schon Gnabry musste auch der zweite Vorlagengeber verletzt raus. Für Demirbay kam Ermin Bicakcic (68.). Im Anschluss drängte Hannover auf den Ausgleich, Hoffenheim kam ins Schwimmen - doch mit einem feinen Lupfer machte Kramaric schließlich alles klar.

SID

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Spieler des Spiels: Andrej Kramaric

Andrej Kramaric war an neun der 17 Hoffenheimer Torschüsse beteiligt und machte aus seinen fünf Torschüssen drei Tore – es war sein erster Dreierpack in der Bundesliga und der erste eines Hoffenheimers seit über achteinhalb Jahren. Kramaric zeigte sich mit den meisten Sprints aller Spieler (37) sehr beweglich und war nie von den Niedersachsen in den Griff zu bekommen.

Die Bilder des Spiels:

Andrej Kramaric muss nur noch einschieben, erzielt das 1:0 für die TSG
Andrej Kramaric muss nur noch einschieben, erzielt das 1:0 für die TSG © imago / Thomas Frey
Doch wenig später ist Kenan Karaman zur Stelle, macht den Ausgleich
Doch wenig später ist Kenan Karaman zur Stelle, macht den Ausgleich © imago / Thomas Frey
Serge Gnabry muss schon früh raus, verletzt sich bei der Vorlage zum 1:0
Serge Gnabry muss schon früh raus, verletzt sich bei der Vorlage zum 1:0 © gettyimages / Matthias Hangst
Nico Schulz macht das lange Bein, Julian Korb kommt nicht hin
Nico Schulz macht das lange Bein, Julian Korb kommt nicht hin © gettyimages / Daniel Roland