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Die spannendsten Wintertransfers der Bundesliga

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Das Ende der Winterpause rückt immer näher – die Bundesliga steht endlich wieder vor der Tür! Für den Start der Restrunde haben sich einige Clubs namhaft verstärkt. bundesliga.de blickt auf die besten Neuzugänge dieses Winters.

Yann Sommer (FC Bayern München)

Die schwere Verletzung von Manuel Neuer, dessen Saison nach einem Unterschenkelbruch beendet ist, zwang den FC Bayern zum Handeln: "Ich glaube, jeder sieht unsere Torwart-Situation. Wir brauchen einen, das steht außer Frage", sagte Julian Nagelsmann. Und was für einen Keeper die Bayern sich angelten: Yann Somer wechselte nach mehr als acht Jahren von Borussia Mönchengladbach nach München. Der 1,83 Meter große Torwart, der für seine unfassbar starken Reaktionen und seine gute Sprungkraft bekannt ist, ist die neue Nummer eins des FCB und soll dem Rekordmeister helfen, Titel zu gewinnen.

In der Vergangenheit brachte Sommer die Bayern ein ums andere Mal an den Rand der Verzweiflung: Mit seinen Paraden gegen den FCB sicherte der Schweizer Borussia Mönchengladbach so einige Punkte gegen die Bayern. Nun ist der Torwart, der im Aufbau ähnlich souverän wie Neuer agiert, direkt gefordert: "15 Minuten" brauche laut Nagelsmann ein neuer Torwart, um mit einem neuen Team spielen zu können. "Es gibt auch Torhüter, die nur gewohnt sind, lange Bälle zu schlagen, dann würde ich 35 Minuten sagen. Es ist definitiv kein Hexenwerk, was man sechs Monate studieren muss." Für den wie einen "Hexer" haltenden Sommer dürfte das also ein Klacks werden.

Strahlt enorme Ruhe aus: Daley Blind - IMAGO/Eibner-Pressefoto/Sascha Walther/IMAGO/Eibner

Daley Blind (FC Bayern München)

Auch auf die schwere Kreuzbandverletzung von Lucas Hernandez bei der WM in Katar hat der FC Bayern München umgehend reagiert: Daley Blind kam ablösefrei vom niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam an die Isar. Der Defensiv-Allrounder mit dem starken linken Fuß und dem präzisen Aufbauspiel kann in der Abwehr zahlreiche Positionen bekleiden: Der 32 Jahre alte Niederländer kann den linken Part in der Innenverteidigung genauso geben wie den Linksverteidiger oder auch einen Sechser. Sieben Mal wurde Blind mit Ajax, wo auch sein Vater Danny eine richtige Legende ist, Meister in den Niederlanden. Zudem spielte der holländische Fußballer des Jahres 2014 auch in der Premier League bei Rekordmeister Manchester United – unter anderem gewann er dort 2017 die Europa League.

Blind ist sehr erfahren, absolvierte 99 Länderspiele für die Niederlande, verfügt über ein sehr gutes Stellungsspiel und ein gutes Auge im Aufbauspiel. Neben schnellen Innenverteidigern wie Dayot Upamecano oder Matthijs de Ligt oder auch mit einem Sprinter wie Alphonso Davies neben sich, kann Blinds wohl einzige Schwachstelle – das fehlende Tempo – locker ausgeglichen werden. Mit der neuen Nummer 23 sind die Bayern hinten ideal aufgestellt – er ist ein sehr guter Ersatz für Hernandez und kann durchaus Druck auf die arrivierten Abwehrkräfte des FCB auswirken. Zudem weiß Blind, wie man Titel gewinnt – ein perfekter Fit für die ambitionierte Mannschaft von Julian Nagelsmann.

Alle Winterwechsel in der Bundesliga im Überblick – der offizielle Transfermarkt

Nur schwer zu bremsen: Hoffenheims Kasper Dolberg - IMAGO/Hasan Bratic/IMAGO/TSG 1899 Hoffenheim

Kasper Dolberg (TSG Hoffenheim)

Auch er hat eine Vergangenheit bei Ajax: Kasper Dolberg. Der 1,87 Meter große Blondschopf stammt aus der Jugend des niederländischen Rekordmeisters, holte mit Amsterdam einen Titel in der Eredivisie und einen Pokalsieg. 2019 verließ der Angreifer allerdings die Niederländer und schloss sich OGC Nizza an. Der technisch versierte Abschlussspieler aus Dänemark ging im vergangenen Sommer dann per Leihe nach Spanien zum FC Sevilla – und nun kickt Kasper im Kraichgau bei der TSG Hoffenheim.

"Kasper ist ein Mittelstürmer, den seine intelligente Spielweise ebenso auszeichnet wie seine hervorragende Ballbehandlung, seine Dynamik und eine gewisse Körperlichkeit", charakterisiert Alexander Rosen den Stürmer. "Er kann mit klugen Laufwegen jederzeit torgefährlich werden und hat neben seiner Qualität im Abschluss die Fähigkeit, den Ball mit dem Rücken zum Tor gut festzumachen." Der Däne bringt also eine Komponente ins Spiel der Hoffenheimer, "die wir in dieser Form noch nicht in unserem Kader haben", wie Rose sagt.

Aufgrund mehrerer Ausfälle im Angriff und weil der 25 Jahre alte Däne ein so zuvor noch nicht dagewesener Spielertyp ist, passt der Stürmer perfekt zur TSG und erhöht die Variabilität in der Kraichgauer Offensive enorm.

Neuer Arbeiter an vorderster Front beim FC: Davie Selke - IMAGO/Ralf Treese/IMAGO/Treese

Davie Selke (1. FC Köln)

Seine Rückennummer, die 27, stand in der jüngeren Vergangenheit für sehr viele Tore. Nun will Davie Selke es seinem Vorgänger nachmachen und zum neuen Knipser des 1. FC Köln avancieren: Nach dem Abgang von Anthony Modeste gen Dortmund ist Selke, von der Berliner Hertha kommend, die neue Nummer 27 und offensiver Zielspieler der Rheinländer. Der Angreifer, 27 Jahre alt, bringt einiges mit, um dem FC direkt helfen zu können. Zum einen ist da seine enorme Erfahrung: Selke kommt bereits auf 202 Spiele in der Bundesliga, 35 Treffer erzielte er dort bislang in seiner Karriere. dank seiner Körpergröße von 1,95 Metern und seiner Kopfballstärke ist er zudem der ideale Abnehmer für die zahlreichen Kölner Flanken, die in den Strafraum der Gegner segeln. Mit 209 geschlagenen Flanken sind die Rheinländer klar das Spitzenteam der Bundesliga. Davon hat in der Vergangenheit Modeste enorm profitiert, erzielte so in der vergangenen Saison satte 20 Tore.

"Ich denke, dass ich mit meiner Spielweise gut zur Spielidee von Steffen Baumgart passe. Das möchte ich hier zeigen, hart arbeiten und als Stürmer am liebsten mit Toren meinen Beitrag dazu leisten, dass wir erfolgreich sind", sagte Selke bei seiner Vertragsunterzeichnung. Mit dem Motivator Steffen Baumgart an der Seitenlinie, der als exzellenter Spieler-Entwickler gilt, dürfte Selke, der ein starker Pressingspieler ist und so noch mehr zum Kölner Baumgart-Fußball passt, zurück zu seiner alten Stärke finden und dem FC damit im Kampf gegen den Abstieg enorm helfen.

Verfügt über eine enorme Dynamik: Paxten Aaronson - IMAGO/Jürgen Kessler/IMAGO/Kessler-Sportfotografie

Paxten Aaronson (Eintracht Frankfurt)

Sein Bruder hat den Durchbruch schon geschafft: Brenden Aaronson, 22 Jahre alt, wechselte vor zwei Jahren von Philadelphia Union zu RB Salzburg und ist mittlerweile bei Leeds United in der Premier League angekommen. Dort absolvierte der US-Amerikaner 18 von 18 möglichen Spielen in dieser Saison. Nun hat Paxten, 19 Jahre jung, den Sprung über den großen Teich gewagt und ist seit neuem Teil der Frankfurter Eintracht. "Mit Paxten Aaronson konnten wir einen sehr begehrten und talentierten Spieler verpflichten, der unserer Offensive in Zukunft noch mehr Flexibilität verleihen wird", sagte Markus Krösche, der Sportvorstand der SGE bei der Vorstellung des US-Boys. Aaronson schaffte es in der vergangenen Saison ins Finale der MLS, kickte wie sein Bruder bei Philadelphia. Dort unterlag er aber Los Angeles FC im Elfmeterschießen.

Der US-Amerikaner verfügt über eine hohe Schnelligkeit, ist also genau nach dem Geschmack der Hessen. "Ich bin ein Spieler, der mit viel Tempo unterwegs ist, der gerne den Ball gewinnt und dann schnell umschaltet. Das ist auch die Art von Fußball, den die Eintracht zu spielen versucht. Das passt gut zu meinem Spielstil", sagt die neue Nummer 30 des amtierenden Europa-League-Siegers und Champions-League-Achtelfinalisten. Im Trainingslager der Eintracht kommt der Offensivspieler gut an und findet sich in seinem neuen Umfeld schnell zurecht: "Er setzt vieles von dem, was wir ihm mitgeben, schon gut um", lobt ihn Coach Oliver Glasner. Dass Aaronson so unbekümmert agiert, imponiert dem Trainer: "Das ist generell die Mentalität der Amerikaner. Sie denken weniger nach, sie machen einfach." In der Rückrunde soll der US-Boy Schritt für Schritt an das Niveau der Bundesliga bzw. in Europa herangeführt werden. Vielleicht gelingt es Paxten genau so schnell wie seinem Bruder, Aaron.

Künftig Kollegen: Bellingham und Ryerson - IMAGO/Michael Taeger/IMAGO/Jan Huebner

Kelvin Yeboah (FC Augsburg)

Borussia Dortmund hat doch noch auf dem Transfermarkt zugeschlagen: Die Schwarz-Gelben lotsten Julian Ryerson von Union Berlin an die Strobelallee. Der Außenverteidiger kann sowohl links, als auch rechts spielen und bietet der Borussia somit größtmögliche Flexibilität auf den defensiven Außenbahnen. Da in der Vergangenheit beispielsweise Thomas Meunier oder Raphael Guerreiro durch Verletzungen öfter ausfielen, stünde nun ein Vertreter erster Güte zur Verfügung. Außerdem wird der norwegische Nationalspieler keine lange Eingewöhnungszeit benötigen: Der ehemalige Vize-Kapitän der Köpenicker spiel seit 2018 in Deutschland, stand in dieser Saison bei 18 von 21 Pflichtspielen Unions in der Startelf. 79 Bundesliga-Partien hat der 25 Jahre alte Verteidiger schon absolviert, kennt also die Spielweise und alle Profi-Teams in Deutschlands höchster Spielklasse.

"Vor uns liegen große sportliche Herausforderungen, für die wir defensive Stabilität benötigen. Julian Ryerson ist ein intelligenter und im positiven Sinne sehr aggressiv verteidigender Spieler. Sein Profil, sein Charakter und seine Gier, den Platz unter allen Umständen als Sieger verlassen zu wollen, gefallen uns sehr", freut sich Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl über seinen neuen Außenverteidiger, der eine Sofort-Hilfe darstellt.

Augsburgs Neuer: Kelvin Yeboah - IMAGO/Danilo Vigo/IMAGO/ZUMA Press

Die bayerischen Schwaben haben bei den Wintertransfers ordentlich geklotzt: Bislang holte der FC Augsburg fünf neue Akteure. Einer dieser jungen und talentierten Spieler ist Kelvin Yeboah. Yeboah? Bei dem Namen klingelt es bei Bundesliga-Fans – und zwar zu recht! Der Onkel des neuen und schnellen FCA-Offensivspielers ist nämlich kein geringerer als Anthony Yeboah, der zwei Mal Torschützenkönig der Bundesliga wurde und mit seinen Dribblings die Fans von Eintracht Frankfurt und ganz Deutschland verzauberte.

Von seinem Neffen, der zuletzt in der zweiten italienischen Liga beim Traditionsverein CFC Genua spielte und für die italienische U21-Nationalmannschaft stürmt, darf man noch nicht derartige Wunderdinge erwarten, wie sie Anthony auf den Rasen brachte. Kelvin, der sowohl in der Sturmspitze, als auch auf den Außenpositionen spielen kann, ist vorerst aus Genua ausgeliehen, doch die Augsburger besitzen eine Kaufoption. "Kelvin Yeboah ist ein junger, flexibler und vor allem sehr schneller Angreifer, der unsere Optionen in der Offensive noch einmal erweitern wird. Insbesondere bei seiner Zeit in Graz hat er gezeigt, dass er im Umschaltspiel große Qualitäten hat und viel Torgefahr versprüht. Daher passt er sehr gut zu unserer Mannschaft und zu unserem Spielstil", sagte Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport des FCA zum neuen Angreifer.