Douglas Costa hat es in seiner ersten Saison bei Bayern auf vier Tore und neun Vorlagen gebracht - © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA
Douglas Costa hat es in seiner ersten Saison bei Bayern auf vier Tore und neun Vorlagen gebracht - © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA

Douglas Costa: Training, Tricks und Traumtore

München - Die technisch anspruchsvollsten Herausforderungen meistert er buchstäblich im Vorbeigehen. Während einer lockeren Laufeinheit auf dem Trainingsplatz schnibbelt Douglas Costa einen herumliegenden Ball aus fast unmöglichem Winkel ins Tor oder er versenkt einen Eckball per Rabona-Trick im Kasten. Sein Erfolg ist das Ergebnis harter Arbeit, die Costa nicht als solche versteht.

Spielfreudiger Traumstart

"Für Douglas fühlt sich das Training nicht wie eine Strafe an. Er genießt es und macht das Beste daraus", sagt Lucas Kruel. Und er muss es wissen. Seit drei Jahren arbeitet der 26-Jährige als persönlicher Fitnesstrainer an der Seite Costas. "Lucas ist ein Mensch, dem ich blind vertraue", sagt Costa in einem Dokumentarfilm, den er auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat. Kruel hatte die Idee zu dem Film, der Einblicke in den Alltag des brasilianischen Stars in Diensten des FC Bayern München gewährt. "Wir wollten die Leute motivieren zu trainieren", erklärt Costa. "Das haben wir auch ganz gut hinbekommen."

Seit Saisonbeginn läuft der Offensivspieler für den Rekordmeister auf. Praktisch im Rekordtempo katapultiert sich der 25-Jährige, der zuvor fünf Jahre bei Shakhtar Donezk gespielt hat, ins Rampenlicht. Mit seinem Tempo und seiner Technik erobert Costa die Herzen der Fans und ist in der Hinrunde ein mehr als adäquater Ersatz für den verletzten Publikumsliebling Franck Ribery auf dem Flügel. Gleich am 1. Spieltag erzielt er beim 5:0-Sieg gegen den Hamburger SV sein erstes Bundesligator, zur Winterpause ist Costa mit sieben Assists Bayerns bester Vorbereiter.

Doch er eckt auch an mit seiner Spielfreude. Als Costa im Spiel gegen Leverkusen seinen Gegenspieler Julian Brandt mit einem Hackentrick überlupft, kassiert er anschließend einen Rüffel von Arjen Robben,  für den die Aktion am Rand zur Respektlosigkeit ist. Für Costa ist es das nicht. "Ich denke, das ist ein Teil des Spiels und ein Teil des brasilianischen Fußballs", verteidigt sich der Edeltechniker, dessen Fähigkeiten am Ball schon früh auffallen.

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